Falsche Versprechen an der Haustür

Die Johanniter Unfall-Hilfe, hier ein Archivfoto von einem Hilfsgüter-Transport nach Pakistan, wirbt zurzeit im Landkreis Uelzen um neue Mitglieder. Archivfoto: dpa

Uelzen. Sie klingeln an den Haustüren und werben für eine Mitgliedschaft in der Johanniter-Unfall-Hilfe. Doch die Personen, die derzeit im Landkreis Uelzen unterwegs sind, haben die Bürger offenbar mit falschen Aussagen verunsichert. Diesen Eindruck hat jedenfalls Heinz Meierhoff, Geschäftsführer des DRK-Kreisverbandes Uelzen, gewonnen.

Er ist nach eigenen Worten in den vergangenen Tagen von sieben älteren Menschen aus Suderburg, Hösseringen und Holdenstedt angesprochen worden. Die Mitglieder-Werbung der Johanniter-Unfall-Hilfe sei eine Gemeinschaftsaktion mit dem Deutschen Roten Kreuz, hätten die Werber ihnen an den Haustüren erzählt, berichtet Meierhoff. Außerdem würden die Johanniter mit dem DRK-Rettungsdienst zusammenarbeiten und im Notfall für den Transport der Patienten sorgen, habe es geheißen.

„Diese Aussage ist unsinnig und schlichtweg falsch. Es gibt überhaupt keinen Zusammenhang zwischen den Johannitern und uns“, stellt Meierhoff klar. Gegen die Mitgliederwerbung der Johanniter habe er nichts einzuwenden, doch deren Vorgehen kritisiert er scharf. Sein Tipp: „Die Bevölkerung sollte sich dadurch nicht verunsichern lassen.“

Dörte Volksdorf-Dobiaschowski, für den Kreis Uelzen zuständige Pressesprecherin der Johanniter-Unfall-Hilfe, bestätigt auf AZ-Nachfrage, dass derzeit Mitgliederwerber in der Region unterwegs sind. Und sie gibt zu, dass diese die Bürger falsch informiert haben. Eine Zusammenarbeit mit dem DRK bei der Mitgliedergewinnung gebe es nicht. „Diese Werber sind noch nicht lange dabei. Sie haben sich falsche Informationen besorgt. Wir wissen aber noch nicht, woher diese kommen“, erklärt Volksdorf-Dobiaschowski. Der Teamleiter habe die Werber inzwischen auf diesen Fehler hingewiesen. „Es tut uns leid, was da passiert ist“, sagt die Pressesprecherin.

Von Bernd Schossadowski

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