Die Bahnhofsmission rät: Mehr Zeit beim Umsteigen einplanen und auf andere Rücksicht nehmen

Fahrgäste sollen Nachsicht haben

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Trifft der Metronom ein, drängeln sich die Fahrgäste vor dem Eingang. Für die Aussteigenden wird es dann erst einmal eng. „Viele Probleme beim Umsteigen sind hausgemacht“, erklärt Wolfgang Scholz von der Bahnhofsmission.

Uelzen. Ein „erhöhtes Verkehrsaufkommen“ führt täglich wieder zu Verspätungen auf den Bahngleisen. Die Uelzener Eisenbahngesellschaft Metronom informiert stündlich darüber, dass der Nahverkehr wegen überholender InterCitys und InterCityExpresse Verspätung hat.

Wer derzeit auf den Strecken unterwegs ist, kann demnach nicht mit pünktlicher Ankunft rechnen. Die Bahnhofsmission des Diakonischen Werkes Uelzen hält Metronom- und Bahnkritikern entgegen, dass auch Fahrgäste mehr Nachsicht haben müssten. Viele seien nur auf ihr eigenes Vorankommen fokussiert.

Wer mit dem Fahrrad reist und schon im Voraus weiß, dass er in Uelzen nur sechs Minuten Umsteigezeit hat, sollte lieber eine Stunde mehr einplanen, erklärt Wolfgang Scholz, Leiter der Bahnhofsmission. Wegen der engen Tunnel im Hundertwasser-Bahnhof sei es zu bestimmten Zeiten gar nicht möglich, den Anschlusszug in wenigen Minuten zu erreichen, da sich hunderte Reisende dort begegnen. Und: Üblich ist der Rechtsverkehr, betont Scholz. Wenn in den Tunneln die Passanten sich jeweils auf ihrer rechten Seiten hielten, gäbe es zumindest etwas weniger Gedrängel. „Oft machen sich die Fahrgäste auch selbst die Probleme“, stellt er täglich fest.

Von Diane Baatani

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