Bad Bodenteich: Über 1000 Besucher beim Kreisfeuerwehrtag

Explosion und Ausflug in die Luft

Beim Löscheinsatz unter Zeit: Jeder Handgriff war gefragt. DIe Mannschaften mussten Wasser aufnehmen und Schläuche ausrollen. Fotos: Huchthausen

Bad Bodenteich. Großes Treffen am Bad Bodenteicher Kiebitzberg: Anlässlich ihres 140. Geburtstages richtete die Freiwillige Feuerwehr Bad Bodenteich den Kreisfeuerwehrtag aus. 63 Kreisfeuerwehren nahmen an dem Ereignis teil.

Die einzelnen Gruppen, die jeweils aus neun Teilnehmern bestanden, traten bei den Leistungswettbewerben in zwei Wertungskategorien gegeneinander an. Auf vier verschiedenen Bahnen mussten sie von morgens, 9 Uhr, bis abends um 18 Uhr folgende fiktive Lage bewältigen: „Feuer im Dachgeschoss, Gefahr der Ausbreitung“. Unter den kritischen Augen der Wertungsrichter mussten die Mannschaften auf Zeit Wasser aufnehmen, Schläuche verlegen und das Ziel in circa 200 Meter Entfernung löschen. Das Einrollen der Schläuche bis zur Wiederherstellung der Einsatzbereitschaft war ebenfalls Bestandteil der Aufgabe.

Für eine Chance auf die vorderen Plätze musste jeder Handgriff sitzen und die Mannschaften mussten beweisen, dass sie eingespielt sind. Einen guten Tag hatten die Feuerwehren aus der Samtgemeinde Bad Bevensen erwischt, die in beiden Wertungsgruppen die Erst- und Zweitplatzierten stellten.

In der Wertungsgruppe der Löschgruppenfahrzeuge siegte die Freiwillige Feuerwehr Barum, gefolgt von Römstedt und Gr.Malchau-Boecke.

In der Wertungsgruppe der Tragkraftspritzenfahrzeuge erzielte die Freiwillige Feuerwehr Testorf den ersten Platz. Die Jungs erhielten zugleich den Wanderpokal für die insgesamt schnellste Gruppe, die der Bundestagsabgeordnete Henning Otte überreichte. Auf den Plätzen zwei und drei folgten die Feuerwehren aus Höver und Hohenbünstorf.

Für die Teilnahme am Bezirksentscheid im September in Woltersdorf qualifizierten sich die Sieger aus 2011 und 2012 wie folgt:

• Wertungsgruppe 1: Barum und Römstedt.

• Wertungsgruppe 2: Testorf, Höver, Hohenbünstorf, Nienwohlde-Kallenbrock und Groß Hesebeck.

Ein buntes Rahmenprogramm begleitete die Veranstaltung. Die über 1000 Besucher erlebten, wie sich ein Einsatz im siebten Stock anfühlt. Einige von ihnen fuhren mit einer großen Drehleiter in 32 Meter Höhe. Zudem beobachteten die Gäste atemberaubende rauchkringelartige Explosionen am Himmel, die ein Pyrotechniker mittels einer selbstgebauten Apparatur zündete.

Für musikalische Unterhaltung sorgten Feuerwehrspielmannszüge. Der Tag endete am Abend mit einem feierlichen Gelöbnis von 35 neuen Feuerwehranwärtern.

Von Oliver Huchthausen

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