Ex-Königin fest im Sattel

Musste erst aufsteigen, um abzudanken: die ehemalige Königin Uschi Müller.

Uelzen-Veerßen. „Ein Anfang und ein Ende“, sinnierte Otto Lukat in seinem Grußwort zum Auftakt des Schützen- und Bürgerfestes Veerßen. Das Veerßer Schützenfest kennzeichne als das erste Schützenfest im Jahreslauf den Anfang einer ereignisreichen Schützenfest-Saison in der Stadt Uelzen.

Dann zählte Lukat mit überzeugender Kenntnis die kommenden Schützenfeste in der richtigen Reihenfolge auf. Mit dem Ende sprach er die Regentschaft der abdankenden Schützenkönigin Uschi Müller an, nicht ohne „ihren“ Schützenball zu erwähnen. Ganz „unmajestätisch“ war sie vor „ihrem Abdanken“ von ihrer Tochter Angela Müller mit einer 1200er BMW von zu Hause abgeholt worden, um den Weg zum Festzelt zu versüßen.

Erster Kreisrat Heiko Blume freute sich über das rege Vereinsleben, das zeige, wie gesund eine Gemeinde ist. Er überbrachte seine Grußworte sowohl vom Landkreis Uelzen als auch vom Nachbarschützenverein aus Holdenstedt für ein gutes Gelingen des Schützenfestes.

Eine große Überraschung präsentierte das frisch gekürte Prinzenpaar Timo Richers und Michaela Boyer. Wie zwei „Königskinder“ ließen sie den fröhlichen Applaus der Schützengesellschaft über sich ergehen. Weil sie auch im wahren Leben schon ein Paar sind, gehörte das Küsschen bei der Proklamation selbstverständlich dazu. Ob es den Haussegen beeinträchtigt, dass die Prinzessin (Teiler 198,3) besser geschossen hat als ihr Prinzgemahl (191,3 Teiler), blieb das Geheimnis der „Königskinder“.

Unter den Jugendlichen erstritten sich die zwölfjährigen Tatjana Steffen und Florian Meyer die Position der Jugendkönigin und des Jugendkönigs. Beide nahmen zwar zum ersten Mal teil – „haben aber heimlich geübt“ gaben beide zu. Opa Dieter Steffen, Vorsitzender des Vereins, war sichtlich stolz auf die Enkelin, die eine Familientradition fortsetzt.

Von Angelika Jansen

Kommentare