Bund stellt Geld zur Verfügung

Erhalt der Kirche: 185.000 Euro für St. Marien in Uelzen

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Der Innenraum der Uelzener St.-Marien-Kirche soll restauriert werden. Der Bund bewilligte dazu Fördermittel.

Uelzen. Die Kirchengemeinde St. Marien erhält einen Zuschuss von 185 000 Euro, mit dem eine Restaurierung des Innenraumes des Uelzener Gotteshauses angepackt werden kann.

Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages hat gestern Mittag die Mittel aus einem Denkmalschutz-Sonderprogramm freigegeben, wie die Bundestagsabgeordnete Kirsten Lühmann mitteilte.

Für Manfred Heuer, Vorsitzender des Kirchenvorstandes, war die Nachricht, die ihn kurz nach der Entscheidung des Ausschusses erreichte, eine echte Überraschung. In Uelzen habe man gar nicht mehr mit den Mitteln gerechnet, weil zunächst aus Berlin zu hören gewesen sei, dass die Kirchengemeinde nicht vom Sonderprogramm profitieren werde. Umso erfreulicher sei nun die Bewilligung der Mittel.

2017 stehe, so Heuer, das 725-jährige Bestehen der St.-Marien-Kirche an. Anlässlich des Jubiläums habe sich die Kirchengemeinde eine Restaurierung des Innenraumes sowie den Bau eines behindertengerechten Zugangs vorgenommen. „Nach ersten Berechnungen wird nur die Restaurierung etwa 400 000 Euro kosten“, sagte Heuer. Um die Maßnahmen stemmen zu können, habe die Kirchengemeinde einen Antrag auf Förderung beim Bund gestellt.

Mit dem Zuschuss vom Bund sowie weiteren finanziellen Hilfen des Kirchenkreises und der Kirchengemeinde und womöglich auch noch mit Geldern aus weiteren Fördertöpfen soll noch vor dem Jubiläum mit den Arbeiten begonnen werden. Am Hauptportal führen Stufen hinunter in das Kirchenschiff. Dort wird ein barrierefreier Zugang entstehen. Bislang gibt es nur eine provisorische Lösung mit einer Metallrampe.

Insgesamt hat der Haushaltsausschuss des Bundes gestern Mittel in Höhe von 20,8 Millionen Euro freigegeben. Bundesweit 124 Denkmalschutz-Projekte werden damit gefördert und eines dieser Projekte ist die St. Marien-Kirche. Weit mehr Anträge lagen vor. Wie Kirsten Lühmann schilderte, musste eine Auswahl getroffen werden. Sie freue sich, dass das Uelzener Wahrzeichen profitiere, so die Bundespolitikerin. Kirsten Lühmann hatte sich nach einem Gespräch mit dem Kirchenvorstand bei der Staatsministerin Prof. Grütters für die Aufnahme des Projektes eingesetzt.

Von Norman Reuter

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