„Anstieg bisher kaum bemerkt“ / Beratungen zu Abfallkonzept

Essensreste in die Biotonne

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Wohin mit Eierschalen, Brotscheiben, Salatresten? Ab in die Biotonne, sagt der Abfallwirtschaftsbetrieb Uelzen.

Uelzen/Landkreis. Im Müllkalender ist es bereits vermerkt und der Abfallwirtschaftsbetrieb (awb) beantwortet Fragen dazu.

Renate König, Leiterin des awb, weiß jedoch, dass noch Zeit ins Land gehen wird, bis die Nachricht, dass Essensreste – mit Ausnahme von Fisch und Fleisch – in der Biotonne und nicht im Restmüll landen sollen, sich herumgesprochen haben wird. „Ein Anstieg von Essensresten in der Biotonne war bislang kaum zu bemerken. Um eine Mengenentwicklung aber feststellen zu können, müssen die Abfälle auch über einen längeren Zeitraum angeschaut werden“, so König.

Die geänderte Müllsortierung ist ein Eckpunkt des neuen Abfallwirtschaftskonzeptes für die kommenden vier Jahre. Das Papier gibt nicht nur Auskunft über die Situation der Abfallentsorgung im Kreis, sondern benennt auch Vorschläge, wie eine Entsorgung besser gestaltet werden kann. Ein übergeordnetes Ziel: Die Menge des Restmülls reduzieren. Denn Restabfallbehandlung sei, so ist in dem Konzept nachzulesen, der höchste Einzelposten der Kosten. Sinken die Mengen an Restmüll, lassen sich damit auch die Ausgaben für die Müllentsorgung minimieren. Zudem: „Nicht weniger Marktbeobachter erwarten, dass früher oder später die organischen Abfälle ähnlich umkämpft sein werden wie heutzutage das Altpapier. Schließlich handelt es sich bei den organischen Abfällen um Energieträger, die durch Vergärung oder Verbrennung eine wichtige Bedeutung im Rahmen der Energiewende haben“, heißt es im Abfallwirtschaftskonzept. Mit der Maßnahme, dass Essensreste in der Biotonne landen, lassen sich mehrere Fliegen mit einer Klappe schlagen.

Das Konzept selbst ist, wenngleich schon die neue Müllsortierung gewünscht wird, noch nicht gültig. Dafür muss es vom Betriebsausschuss „Abfallwirtschaft“, vom Kreisausschuss und dem Kreistag bestätigt werden. Mit einer Entscheidung vom Betriebsausschuss ist am 24. Juni zu rechnen, sagt der Vorsitzende des Betriebsausschusses, Stefan Hüdepohl (CDU/FDP/RRP-Gruppe). Bis dahin soll es noch einmal in den Fraktionen beraten werden. Über weitere Empfehlungen, wie die Einführung eines Chipsystems, mit dem festgestellt werden kann, ob eine Mülltonne angemeldet wurde, sowie eine Abfuhr des Altpapiers durch den kommunalen Abfallwirtschaftsbetrieb könnte bei einem positiven Votum dann in den nächsten Sitzungen des Betriebsausschusses beraten werden.

Von Norman Reuter

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