Ein Schüler des Lessing-Gymnasiums siegt bei bundesweitem Wettbewerb

Erster im logischen Denken

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An den Computer-Arbeitsplätzen der Schulbibliothek: Johann Carl Meyer mit seiner Urkunde vom Informatik-Wettbewerb. Der Zehnjährige erreichte die Höchstpunktzahl.

Uelzen. Er wusste zunächst gar nicht so recht, was ihn erwartet, doch letztlich hat Johann Carl Meyer alles richtig gemacht: Beim Informatik-Biber, einem bundesweiten Wettbewerb für logisches und strukturelles Denken, belegte der Schüler des Lessing-Gymnasiums den ersten Platz.

Der Fünftklässler nahm zum ersten Mal an einem Informatik-Wettbewerb teil, hat aber sicherlich von seinen Erfahrungen bei der Mathe-Olympiade profitiert: „Die Aufgaben waren schon ähnlich.“ 18 Fragen galt es bei dem Online-Quiz zu beantworten, dafür hatten die Teilnehmer 40 Minuten Zeit.

Als Beispiel für die Aufgabenstellungen fällt Johann als erstes der Biber ein, dem man dabei behilflich ist, eine Treppe zu erklimmen: „Es gab verschiedene Sprünge und nur eine ganz bestimmte Reihenfolge war richtig“, erinnert sich der Zehnjährige an die Multiple-Choice-Antworten.

Mehr als 155 000 Teilnehmer von 977 Schulen haben bundesweit bei dem Wettbewerb mitgemacht. Die Aufgaben waren nach Altersgruppen unterteilt. Von allen Teilnehmern erreichten 523 die nötige Punktzahl für einen ersten Platz. Darunter Johann Carl in der Kategorie der fünften und sechsten Klasse – und zwar mit der Höchstpunktzahl!

Schulleiter Sven Kablau freut sich für seinen jungen Schützling und möchte dessen Talent weiter fördern: „Du hast vielleicht schon von unserer Informatik-AG gehört, das wäre bestimmt etwas für Dich.“ Johann ist interessiert und will es sich überlegen.

Auf die Frage, warum er bei dem Wettbewerb teilgenommen habe, hat der kleine Uelzener eine bemerkenswerte Antwort: „Die Schulen, bei denen die meisten Schüler an dem Wettbewerb teilnehmen, bekommen auch Preise.“ Darum habe er sich fürs Mitmachen entschieden, ohne so recht zu wissen, worauf er sich einlässt: „Ich habe mich einfach überraschen lassen.“

Schulleiter Kablau weiß um die guten Berufsaussichten in der Informatikbranche und möchte interessierten Schülern gern die Möglichkeit bieten, diesen Weg einzuschlagen: „Wir denken darüber nach, unser Angebot entsprechend zu erweitern.“

Johann hat noch einige Jahre Zeit, sich beruflich zu orientieren. Talent hat er auf jeden Fall.

Von Karsten Tenbrink

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