Erste Fälle von Internet-Betrug in den Nachbarkreisen

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Einwohner aus Lüneburg und Lüchow-Dannenberg haben Erpressermeldungen auf ihren Computern erhalten und daraufhin Anzeige bei der Polizei erstattet.

dib Lüneburg/Lüchow-Dannenberg. Einwohner aus Lüneburg und Lüchow-Dannenberg haben Erpressermeldungen auf ihren Computern erhalten und daraufhin Anzeige bei der Polizei erstattet. Unbekannte haben ihre privat genutzten Rechner mit Hilfe einer Software über das Internet gesperrt und die Nutzer aufgefordert, ein Strafgeld zu zahlen. Dabei hatte nach Angaben der Polizei das geöffnete Fenster das Layout der Bundespolizei.

Aus Uelzen liegen der Polizei noch keine Meldungen vor. Die Bundespolizei und das Bundeskriminalamt warnen vor diesem aggressiven Computervirus. Bereits Ende vergangener Woche waren Fälle aufgetaucht, nach denen Internet-Nutzer bundesweit erpresst wurden.

Die Schadsoftware hat zur Folge, dass auf dem infizierten Computer ein Pop-Up-Fenster installiert wird. Der darin erscheinende Text behauptet, dass der Computer an strafbaren Handlungen, insbesondere im Zusammenhang mit der Verteilung kinderpornografischen Materials sowie dem Versand von E-Mails mit terroristischem Hintergrund, beteiligt gewesen sein soll. Es wird dem Nutzer mitgeteilt, dass daher der Computer gesperrt werde.

Zur Entsperrung müsse innerhalb von 24 Stunden eine „Strafe“ in Höhe von 100 Euro gezahlt werden, und zwar mittels des digitalen Bezahldienstes „uKash“. Falls der geforderte Betrag nicht überwiesen werde, würde die Festplatte des Computers gelöscht werden. Doch weder das Bundeskriminalamt noch die Bundespolizei sind Urheber einer solchen Meldung, geben sie bekannt. In dem vorliegenden Fall handelt es sich vielmehr um einen Betrugsversuch.

Die Sicherheitsbehörden arbeiten derzeit gemeinsam intensiv an einer Empfehlung, wie die Benutzer ihren infizierten Rechner reinigen können. Sie rufen erneut zur Vorsicht auf und fordern die Nutzer auf, den Update-Status ihres Computer-Betriebssystems und der genutzten Anti-Viren-Software immer auf dem aktuellen Stand zu halten. Dies erhöhe die Chancen, dass der Rechner nicht mit der Schadsoftware infiziert werden könne.

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