Premiere in Uelzen

BBS I als erste deutsche Schule für Nachhaltigkeits-Konzept ausgezeichnet

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Alle machen mit – Schüler, Lehrer, Verwaltung, und Schulleitung. Stefan Nowatschin (re.) treibt den Nachhaltigkeitsgedanken an der BBS I voran und die Schule wurde deswegen vom Deutschen Nachhaltigkeitsrat ausgezeichnet.

Uelzen. Als erste allgemeinbildende Schule in Deutschland wurde die Berufsbildende Schule I in Uelzen jetzt für ihr Nachhaltigkeitskonzept ausgezeichnet. Der Deutsche Nachhaltigkeitsrat verlieh das Zertifikat „Werkstatt N-Projekt 2016“.

Schulleiter Stefan Nowatschin stellt hierzu die Bedeutung des ganzheitlichen Ansatzes heraus: „Das Neue ist, dass wir Nachhaltigkeit in allen Bereichen der Schule anstreben und strukturell so verankern, dass die Idee unabhängig von einzelnen Projekten und Personen bestehen bleibt.“

Konkret heißt das: Alle machen mit. Sekretärinnen, Hausmeister, Schüler, Lehrer und Schulleitung. Und: Material wird jetzt nicht mehr nur nach Preis ausgewählt, sondern auch unter dem Aspekt Müllvermeidung oder Energiesparen. Die Schule bekommt zudem bald in Kooperation mit den Stadtwerken eine Strom-Tankstelle.

„Nachhaltiges Denken und Handeln muss selbstverständlich sein“, gibt Nowatschin auch in Anlehnung an Ziele der internationalen Staatengemeinschaft als Devise aus. Und: Es gehe darum, die jetzt ausgezeichnete Struktur weiter mit Leben zu füllen. Dies geschieht am 11. April auf der „Schulischen Plattform Nachhaltige Entwicklung“ weiter.

Nowatschin erklärt, dass sich Nachhaltigkeit insbesondere auf eine soziale, eine ökonomische und eine ökologische Ebene beziehe. Darauf werden die Lehrpläne für die rund 2000 Schüler an der BBS I abgeklopft. Es geht darum, zu klären, wo Aspekte der Nachhaltigkeit schon im Unterricht verankert sind, und wo es weitere Möglichkeiten gibt.

Die Schule sei zudem in der Rolle eines Kompetenzzentrums. Insbesondere die unternehmerischen Partner in den dualen Ausbildungen sollen „mit ins Boot“ geholt werden, so Nowatschin. So sollen sich die Schüler des Beruflichen Gymnasium Ernährung künftig auch Ernährungsbotschafter verstehen. Erste Kontakte mit Lessing-Gymnasium und Herzog-Ernst-Gymnasium sind in diesem Zusammenhang geknüpft, ganz im Sinne von „Wissens-Sharing“ und „Bildungs-Effizienz“, die ebenfalls der Idee von Nachhaltigkeit entsprächen, so Nowatschin. Und die auch in den Kooperationen mit Ostfalia und Leuphana Universitäten gelebt würden.

Nowatschin sieht sich als Multiplikator und Vernetzer. Er hat gute Kontakte, ist nicht nur Schulleiter, sondern auch im Bundesvorstand der Berufsschullehrer. Ehrenamtlich ist er zudem im der Nationalen Plattform Bildung für Nachhaltige Entwicklung der Bildungsministerin Johanna Wanka engagiert. „Wir adaptieren die nationale Ebene auf die lokale“, so Nowatschin abschließend.

Von Steffen Kahl

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