50 Spezial-Beamte in Bayern in Kürze einsatzbereit – nächstes Jahr werden weitere am Hainberg stationiert

Erste Anti-Terror-Einheit Ende 2015 startklar – auch in Uelzen stationiert

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Die erste Teileinheit der Anti-Terror-Gruppe wird noch dieses Jahr einsatzbereit sein – weitere folgen im kommenden Jahr, eine davon auch am Standort Hainberg in Uelzen.

ib/dpa Uelzen. Es ist beschlossene Sache: Eine neue Anti-Terror-Einheit der Bundespolizei wird bis zum Jahresende einsatzbereit sein. Die erste Teileinheit mit 50 Beamten wird im brandenburgischen Blumberg stationiert, wie das Bundesministerium jetzt bestätigte.

50 weitere Bundespolizeibeamte werden dann im kommenden Jahr am Hainberg in Uelzen stationiert werden, außerdem weitere jeweils 50 Beamte an den Standorten Sankt Augustin (Nordrhein-Westfalen), Hünfeld (Hessen) und Bayreuth (Bayern).

Hintergrund für die Schaffung der insgesamt 250 Einsatzkräfte zählenden Einheiten sei die Tatsache, dass die GSG9 von ihrer Größe her nicht geschaffen sei, Großlagen wie beim Anschlag auf die Redaktion des französischen Satiremagazins „Charlie Hebdo“ zu bewältigen, sagte jetzt der CDU-Innenexperte im Bundestag, Armin Schuster. Im Unterschied zur GSG9 stünden die Einheiten aber auch für den normalen Bereitschaftsdienst zur Verfügung.

Die neue Einheit soll zielgerichtet bei terroristischen Anschlägen zum Einsatz kommen; das Konzept dafür werde laut Bundesinnenministerium zurzeit im Potsdamer Bundespolizeipräsidium erarbeitet. Wie berichtet, hatte bereits im Juli der zuständige Abteilungsleiter für Angelegenheiten der Bundespolizei im Innenministerium, Dr. Helmut Teichmann, bei einem Besuch mit dem hiesigen CDU-Bundestagsabgeordneten Henning Otte am Hainberg verkündet, dass dort ab kommendem Jahr 50 neue Dienstposten geschaffen werden sollten – „für den robusten Einsatz bei Terrorlagen“, formulierte es Teichmann damals.

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