„Erfolg nur mit Profis“

Aktionen wie der Uelzener Weihnachtszauber sollen nach dem Willen der Initiatve in die Regie der neuen Marketinggesellschaft fallen. Archivfoto: Ph. Schulze

Uelzen. Mit einem „gemeinsamen Vorschlag zur Steigerung der Attraktivität der Innenstadt“ gehen jetzt Vertreter des Uelzener Handels an die Öffentlichkeit. „Die dringend notwendige Arbeit zur Attraktivitätssteigerung unserer Innenstadt wird nur erfolgversprechend möglich sein, wenn sie von Profis erfolgt, die einen Blick für ,das Ganze’ haben und sich nicht von eventuellen eigenen Interessen leiten lassen“, heißt es in der Erklärung, die nach Angaben von Mit-Initiator Stefan Stümpel inzwischen von mehr als 40 Geschäften getragen wird.

Sie fordern die Gründung einer unabhängigen Marketinggesellschaft für Uelzen. Der Geschäftsführer müsse ein Fachmann für Stadtmarketing sein. „Die Namen müssen unverbraucht sein, es kommt also keine Person in Frage, die bereits bisher vergleichbare Aufgaben in dieser Stadt ausübt“, heißt es in der Erklärung.

Ein Citymanagement werde auch als Veranstaltungsmanagement dann nicht mehr nötig ein, da die Marketinggesellschaft diese Aufgaben erfüllen soll. An sie soll auch das 90 000 Euro große Budget für das derzeitige Citymanagement übertragen werden, lautet eine weitere Forderung.

Einen neuen Ansatz verfolgt die Initiative mit ihrem Plädoyer, mit Maßnahmen zur Steigerung der Attraktivität zunächst in den Bereichen zu beginnen, „die es am meisten nötig haben“.

Ein Beginn „in der Mitte“ belebe nicht unbedingt die anliegenden Straßen, wenn aber mit diesen Straßen begonnen wird, profitiere die Fußgängerzone als zentraler Punkt automatisch, heißt es in der Erklärung.

Die neue Marketinggesellschaft müsse zudem bei allen die Innenstadt betreffenden Veranstaltungen „mindestens ein Mitspracherecht haben beziehungsweise die Organisation übernehmen“.

„Uns ist bewusst, dass eine erfolgreiche Arbeit einer Marketinggesellschaft nur möglich sein wird, wenn wir alle diese (auch finanziell) unterstützen. Wichtig ist, dass ein Rahmen gefunden wird, der es auch kleinen Geschäften erlaubt, sich zu beteiligen“, betont die neue Initiative.

Es ist eine Aktion von Vertretern aus der Gudes- und Lüneburger Straße, die sich vor vier Wochen für die stärkere Beteiligung und Einbeziehung dieser beiden Straßenzüge bei der Diskussion um eine attraktive Innenstadt stark gemacht hatten. Inzwischen haben sich auch Geschäfte aus der Bahnhofstraße – sowohl Fußgängerzone als auch darüber hinaus – der Aktion angeschlossen, berichtet Stümpel. Weitere Interessenten seien willkommen.

Unterdessen will der Uelzener Handelsverein versuchen, in der nächsten Woche im zweiten Anlauf einen neuen Vorstand zu wählen. Ansonsten droht dem Verein die Auflösung.

Von Marc Rath

Kommentare