Frist läuft Ende November aus

Erdgassuche: Amt gewährt mehr Zeit

Ein Bohrturm für eine Förderung von Erdgas oder Erdöl ist noch nicht in Sicht – es lauft noch das Genehmigungsverfahren zu Suche nach Bodenschätzen. Foto: dpa

Uelzen. Umweltschützer wird es freuen, die Antragssteller ärgern: Die Entscheidung, ob Unternehmen in der Heideregion nach Erdgas und Erdöl suchen dürfen, fällt erst später.

Zur Erinnerung: Das amerikanische Unternehmen Blue Mountain Exploration mit Sitz in New York und eine weitere Firma haben beim Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) Anträge zur sogenannten „Aufsuchung von Bodenschätzen“ gestellt. Die ausgewiesenen Gebiete, in denen nach Rohstoffen Ausschau gehalten werden soll, umfassen auch zu weiten Teilen Flächen des Landkreises Uelzen. Damit hat der Landkreis eine Stellungnahme im Rahmen des Genehmigungsverfahrens abzugeben. Heute wäre dafür eigentlich die Frist ausgelaufen, nachdem bereits eine erste Verlängerung durch das LBEG gewährt worden war. Doch wie Kreissprecher Martin Theine gestern auf AZ-Nachfrage erklärte, habe nun der Kreis noch einen Monat länger, nämlich bis zum 30. November, Zeit, um die Unterlagen für das Genehmigungsverfahren zusammenzustellen. Dazu wird es nicht nur eine Zuarbeit der Fachämter des Landkreises geben, sondern auch Einlassungen der Kommunen werden bei der Stellungnahme miteinfließen. Bis Montag waren beim Landkreis diese noch nicht vollständig eingegangen, wie Baudezernent Frank Peters im Pressegespräch erläutert hatte.

Auch der Nachbarlandkreis Lüneburg hat für die Abgabe seiner Stellungnahme bis zum 30. November Zeit, wie Pressesprecherin Katrin Holzmann bestätigte. Die Fristverlängerung soll für eine gemeinsame Sitzung der Umweltausschüsse von Stadt und Landkreis genutzt werden, zu der ein Vertreter des Landesamtes für Bergbau, Energie und Geologie eingeladen wird, damit er den Ausschussmitgliedern sowie Bürgermeistern von betroffenen Gemeinden nähere Informationen zum Verfahren und der Antragsstellung gibt. Die Stadt Lüneburg hatte dies unter anderem gefordert und auf eine Fristverlängerung für die Abgabe der Stellungnahme bis zum Ende des Jahres gedrängt.

Von Norman Reuter

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