Gestaltung am Alten Rathaus weiter in der Kritik / Ausschuss berät am Dienstag

Entsetzen über Veluxfenster

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An der Gestaltung des Alten Rathauses scheiden sich die Geister – und die öffentliche Debatte geht weiter.

Uelzen. Nicht nur die künftige Farbgebung des Alten Rathauses soll am kommenden Dienstag bei der nächsten Sitzung des Ausschusses für Stadtplanung, Umweltschutz und Bauen besprochen werden.

Auch die heiß diskutierten neuen Fenster samt Tür in der ehemaligen Arkadenseite des historischen Gebäudes werden dann ab 18 Uhr im Saal des neuen Uelzener Rathauses Thema sein. Wie berichtet, hatten die großen Glaselemente in schmalen Holz- und Aluminiumrahmen für reichlich Aufregung in Bevölkerung in Politik gesorgt.

Dem Entsetzen wurde aus Sicht des Verkehrsvereinsvorsitzendem Hans-Jürgen Bertram jetzt noch die Krone aufgesetzt: Oberhalb der Gaube an der einstigen Arkadenseite wurden nun auch noch vier Veluxfenster eingesetzt. „Mir fehlen die Worte“, kann sich Bertram dazu nur abringen. Denn er und viele weitere Uelzener machen sich für eine äußere Gestaltung des Alten Rathauses stark, die dem denkmalgeschützten Gebäude würdiger seien. Die jetzige Gestaltung hat, wie berichtet, das Gebäudemanagement der Stadt in Abstimmung mit der Denkmalschutzbehörde übernommen.

Die massive Kritik an den Fenstern und der Tür ging am Donnerstagabend öffentlich in eine neue Runde: Beim offiziellen Wahlkampfauftakt von Karsten Jäkel, der für die CDU ins Rennen um den Uelzener Bürgermeister-Posten geht, hagelte es kräftig Schelte: „Ihr lasst euch das da aus der Hand nehmen“, wetterte ein Uelzener und forderte klipp und klar: „Die Verantwortlichen müssen da ihren Hut nehmen!“ Jäkel versicherte, dass auch große Teile der Politik von der nun vorhandenen Gestaltung am Alten Rathaus entsetzt gewesen sei. Doch der Bürger winkte ab und schmetterte Jäkel entgegen: „Die machen da in der Verwaltung doch mit den Politikern, was sie wollen!“

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