„Entscheidungsträger ignoriert“

Ariane Schmäschke.

Uelzen. Die widersprüchliche Informationspolitik der SBE Ukraine über ihre Ernteergebnisse in Osteuropa sorgt jetzt für Kritik seitens der Uelzener Kommunalpolitik. Sie wolle ihr „deutliches Befremden“ darüber zur Kenntnis geben, teilte Grünen-Fraktionsvorsitzende Ariane Schmäschke jetzt dem SBE-Geschäftsführer Falk-Wilhelm Schulz per E-Mail mit. Und weiter: „Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie (...) eine plausible Erklärung zu den Irrwegen Ihrer Öffentlichkeitsarbeit geben könnten.“

Die SBE Ukraine, an der die Stadtwerke ihre Beteiligung auf 50 Prozent aufstocken wollen, hatte am Dienstag über ihre Sprecherin überraschend mitteilen lassen, sie werde nun doch keine Ernteergebnisse des umstrittenen Ukraine-Projektes bekanntgeben. Einen Tag später verkündete die Sprecherin, die Zahlen würden „selbstverständlich“ der Presse zur Verfügung gestellt. Grünen-Fraktionschefin Schmäschke erfuhr die Ernte-Resultate durch den Anruf eines Hörfunk-Reporters. Und das versetzte das Stadtratsmitglied in Rage: „Es befremdet mich, dass Sie mit diesem von Ihnen gewählten Informationsweg kommunalpolitische Entscheidungsträger zum wiederholten Mal ignorierten“, schreibt Schmäschke daher an Schulz, der auch Prokurist der Uelzener Stadtwerke ist.

CDU-Fraktionschef Stefan Hüdepohl will derweil auch die Informationspolitik der SBE zum Thema eines Treffens seiner Fraktion mit Schulz machen. „Da werden viele Fragen zu erörtern sein“, ahnt er. Die CDU-Fraktion befindet sich in einer schwierigen Situation – denn in ihren Reihen befindet sich mit Ratsherr Wilhelm Schulz der Vater des in die Kritik geratenen SBE-Geschäftsführers.

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