Marktcenter am Veerßer Tor: Entscheidung im April

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Auf dem Areal am Veerßer Tor soll ein Einkaufzentrum mit einem Elektromarkt entstehen.

Uelzen - Von Marc Rath. In den nächsten fünf Wochen will die Stadt die europaweite Ausschreibung für die Bebauung des Veerßer Tors mit einem Marktcenter abgeschlossen haben. Baudezernent Karsten Scheele-Krogull strebt an, dass der Stadtrat in einer Sondersitzung im April dem millionenschweren Bauvorhaben seinen Zuschlag erteilen kann.

Nachdem der Verwaltungsausschuss im Dezember beschlossen hatte, mit einem der vier zuletzt noch im Rennen befindlichen Interessenten in konkrete Vertragsverhandlungen einzusteigen, seien inzwischen „die ersten Gespräche“ geführt worden, sagte Scheele-Krogull auf AZ-Nachfrage. Bis zum 20. März sollen die Vertragsinhalte für die größte Innenstadt-Investition seit der Jahrtausendwende entscheidungsreif formuliert sein. Neben dem Kaufvertrag gehe es auch um einen städtebaulichen Vertrag, Festlegungen für ausreichend Parkraum und eine Verzahnung mit dem Ex-Tep&Tap-Gelände an der Schuhstraße.

Während die europaweite Ausschreibung streng nichtöffentlich erfolgte, werden die fertigen Pläne zur Ratssitzung dann offen präsentiert. Die Kommunalpolitiker haben über Fraktionsgrenzen hinweg ihr Ja insbesondere daran geknüpft, dass der Investor die verbindliche Zusage eines namhaften Elektromarktes vorweisen kann. Zudem soll an der Schuhstraße ein Quartier mit kleinteiligem Einzelhandel, Praxen und Wohnungen entstehen.

Namen möglicher Ankermieter stehen laut Scheele-Krogull indes noch nicht fest. „Der Investor kann ja erst seit unserem Zuschlag verbindliche Verhandlungen führen“, erklärt er. Insgesamt betont der Baudezernent, dass die Verhandlungen der Stadt „bis jetzt sehr erfolgreich verlaufen“ seien.

Es ist der zweite Anlauf für eine Belebung des Areals. 2007 war eine erste Ausschreibung abgebrochen worden, nachdem die Entwürfe der Investoren stark in der Kritik standen.

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