Y-Trasse: Otto Lukat erwartet „vorteilhafte Lösungen“ für Uelzen

Enger Kontakt zur Bahn

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Symbolfoto

Uelzen. Die Stadt Uelzen steht bei der Frage, ob möglicherweise eine Alternativroute zur Y-Trasse durch den Landkreis Uelzen oder die Uhlenköperstadt führen wird, in einem engen Kontakt mit der Deutschen Bahn. Das erklärte Bürgermeister Otto Lukat auf AZ-Nachfrage.

„Wir fühlen uns sehr gut informiert und gehen davon aus, dass die Überprüfung der Alternativtrassen zu Lösungen führt, die für Uelzen vorteilhaft sein können“, so das Stadtoberhaupt. Welche Lösungen das genau sind, lässt Lukat offen.

Zur Erinnerung: Die Deutsche Bahn hat im Auftrag des Bundesverkehrsministeriums in den vergangenen Monaten mögliche Varianten zur geplanten Y-Trasse geprüft. Bei allen Überlegungen geht es um eine bessere Anbindung der Häfen Wilhelmshaven, Bremerhaven und Hamburg an das Hinterland und um mehr Kapazitäten für die Güterbeförderung. Die Ergebnisse der Überprüfung sollen seit Ende März vorliegen und dem Bundesverkehrsministerium noch im Frühjahr vorgestellt werden.

Bis es soweit ist, will Landrat Dr. Heiko Blume warten, bevor sich der Landkreis zu Wort meldet. „Für eine Positionierung des Landkreises bei der Suche nach Alternativrouten zur Y-Trasse sollte die Auswertung der noch nicht vorliegenden Machbarkeits-Studie abgewartet werden“, so Blume gegenüber der AZ.

Für einen Bau der Y-Trasse in ihrer bislang geplanten Form gibt es, erklärt Christian Budde, Pressesprecher des Niedersächsischen Verkehrsministeriums, noch bis 2016 einen gültigen Raumordnungsbeschluss – die Grundlage für weitere Schritte wie ein Planfeststellungsverfahren. Nach Aussage von Budde habe die Bahn ihrerseits noch keinen Antrag für eine Verlängerung des Raumordnungsbeschlusses gestellt. Dem Unternehmen blieben die noch gut zweieinhalb Jahre, um die Planungen bis zu einer Baurreife voranzutreiben. Wie Budde sagt, sei die Y-Trasse im Bundesverkehrswegeplan zu finden.

Von Norman Reuter

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