Elektromarkt und Warenhaus als Magneten

Das geplante Marktcenter auf dem ehemaligen Wochenmarktgelände am Veerßer Tor soll als so genannte Magnetbetriebe ein SB-Warenhaus mit maximal 4000 Quadratmetern sowie einen Elektrofachmarkt mit höchstens 2500 bis 3000 Quadratmetern Verkaufsfläche beherbergen.

Uelzen. Das geplante Marktcenter auf dem ehemaligen Wochenmarktgelände am Veerßer Tor soll als so genannte Magnetbetriebe ein SB-Warenhaus mit maximal 4000 Quadratmetern sowie einen Elektrofachmarkt mit höchstens 2500 bis 3000 Quadratmetern Verkaufsfläche beherbergen. Das gab die Stadt Uelzen gestern bekannt. Welches Warensortiment es darüber hinaus geben soll und welche Mieter in das Gebäude einziehen werden, dazu kann die Verwaltung derzeit aber nichts sagen, weil die Verhandlungen des Bieters noch nicht abgeschlossen sind.

Am heutigen Dienstag werden die Stadt und der mögliche Investor die Pläne auf einer öffentlichen Informationsveranstaltung vorstellen. Beginn ist um 18.30 Uhr im Ratssaal des Rathauses. Bereits gestern legte die Verwaltung ihre schriftlichen Antworten auf einen umfangreichen Fragenkatalog des Uelzener Handelsvereins zum Marktcenter vor. Wie berichtet, sieht der Verein die Pläne äußerst kritisch, weil er ein Veröden des innerstädtischen Einzelhandels befürchtet.

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Die Verkaufsfläche des Marktcenters beschränkt sich gemäß der Wettbewerbs-Ausschreibung auf das Erdgeschoss und den ersten Stock und muss mindestens 6000 Quadratmeter umfassen, heißt es in dem Antwortschreiben der Stadt. So genannte Ankermieter können zusammen eine Verkaufsfläche von bis zu 7000 Quadratmeter in Anspruch nehmen. Hinzu sollen weitere Ladenflächen kommen, deren Größe aber nicht festgeschrieben ist. Gewinnt der Bieter die für das Projekt unerlässlichen Magnetbetriebe nicht, „sind die Vorgaben nicht erfüllt und die Stadt kann zurücktreten“, sagt Baudezernent Karsten Scheele-Krogull.

Das 25-Millionen-Euro-Projekt soll die Uhlenköperstadt als Einzelhandels- und Dienstleistungsstandort weiterentwickeln, betont der Dezernent. Er kann die Höhe des zusätzlich erwarteten Gewerbesteuer-Aufkommens noch nicht prognostizieren, „entscheidend ist vielmehr die Attraktivitätssteigerung der Stadt insgesamt.“ Scheele-Krogull erwartet von dem Einkaufscenter „deutlich positive Impulse“ für Uelzen. „Die Magnetbetriebe werden Kaufkraftpotenzial, welches derzeit nach außerhalb fließt, an die Stadt binden beziehungsweise zurückgewinnen“, ist er überzeugt.

Mit dem neuen Marktcenter solle eine attraktive Achse vom alten Wochenmarktgelände zur Veerßer Straße geschaffen werden. Die Planungen für die Anbindung an die Innenstadt werden nach den Worten des Dezernenten vorangetrieben, sobald die Verträge mit dem Investor abgeschlossen sind. So soll ins Erdgeschoss eines Neubaus auf dem ehemaligen Tep & Tap-Gelände an der Schuhstraße „innenstadtrelevanter Einzelhandel“ einziehen, während in den Obergeschossen Büroräume oder Wohnungen vorgeschrieben sind.

Eine mögliche Ansiedlung von Woolworth in der einstigen Kaufhalle an der Lüneburger Straße würde die Stadt außerordentlich begrüßen, so Scheele-Krogull. Dieses Vorhaben stehe nicht in Konkurrenz zum Marktcenter.

Von Bernd Schossadowski

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