Einzelhändler bleiben uneinig

Knapp 20 Stände von Anliegern und Einzelhändlern aus dem Kreis lockten Passanten auf die neue Fußgängerzone. Nicht alle Geschäftsinhaber waren mit der Aktion zufrieden.

Uelzen - Von Diane Baatani. Mit der Gourmet- und Lifestyle-Messe wurde am Freitagnachmittag der erste offizielle Versuch unternommen, die neue Fußgängerzone in der Veerßer Straße zu beleben. Passanten blieben an den knapp 20 Ständen stehen und nahmen sich Zeit für Gespräche mit den Anbietern hinter den Ständen. Thema war dabei häufig die Fußgängerzone selbst.

„An normalen Tagen reichen die Bürgersteige aus, das sieht so traurig aus“, sagten Ingrid und Karl-Heinz Stefanides. Somit sei diese Aktion zur Belebung der Straße „ganz wichtig, aber es sind zu viele Leerstände zwischendurch“, erklärte das Paar. Auf Höhe der Straße An der St.-Marien-Kirche war die Meile und mit ihr auch der Zug an neugierigen Passanten unterbrochen. „Das liegt daran, dass wir für den Anbieter großzügig frei gelassen haben“, erklärte Veranstalterin Marlies Schulz vom Netzwerk für Gesundheit. „Nächstes Mal würden wir die Meile ganz füllen.“ Im Herbst möchte sie die Messe wiederholen, kündigte sie zufrieden an.

Schmuck, Wellnessmassagen und Wein wurden von Einzelhändlern aus dem ganzen Landkreis angeboten, dazwischen vereinzelt Stände von Anliegern der Veerßer Straße. „Hier sind alles Leute aus der Region, wovon man sonst nichts weiß“, lobte Birgit Sigrun Hagedorn aus Hanstedt I die Messe, während sie ihre Rosenmarmelade anbot. Es könnten mehr Stände sein, aber die Meile eigne sich gut dafür.

Die Organisation könne man noch nachbessern, regte Corinna Bode aus dem Geschäft „Schöne Dinge“ an, das einen großen Stand mit Schmuck auf der Meile aufgebaut hatte. „Es gab ganz viele, die wussten von nichts. Und es wäre schön gewesen, wenn noch mehr mitmachen würden“, sagte sie. „Es sind immer Geschäfte, die sich schwerer tun mitzumachen, das ist schade. Es wäre eine gute Gelegenheit, das zu nutzen.“ Sie selbst habe festgestellt, dass die Aktion sehr gut angenommen wurde.

Einzelhändler wie Manuela Grosch spüren an so einem Tag, dass das Geschäft nicht so richtig läuft. Zu ihrem Eingang schauen nur die Rücken der Stände, kritisierte sie: Besser wäre es, wenn die Wagen anders herum stehen würden. „Heute sind hier im Laden weniger Kunden als sonst. Das ist genauso wie mit dem Wochenmarkt. Für den Einzelhandel bringt das meiner Meinung nach nichts“, betonte Grosch.

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