Im Einsatz für ein schöneres Uelzen

Ausstaffiert für den Ehreneinsatz: Besonders viele Kinder beteiligten sich.

Uelzen - Von Janina Fuge. „Schwirrt los!“, gab Wolfgang Laudan, Radio ZuSa-Chef und Moderator bei Uelzens großer Frühjahrputzaktion den mehr als 160 Teilnehmern den Startschuss, um mit Müllsäcken und Greifzangen bewaffnet Uelzen frühjahrshübsch zu machen. Zum zehnten Mal fand am Sonnabend die große Putzaktion statt – mit mehr Teilnehmern als je zuvor, immerhin beteiligten sich Institutionen wie Jugendfeuerwehren, Kindertreffs Stern und Königsberg, Postsportverein, Jugendrotkreuz, Pfadfinder „St. Hubertus“, Kinderschutzbund, CJD-Jugendmigrationsdienst, Schützengilde.

Schon am Vortag sammelten auf verschiedenen Routen im Stadtgebiet rund 700 Schüler, am Sonnabend dann gab’s den Aktionstag auf dem Herzogenplatz mit Gewinnspielen und Infos von den Uelzener Abfallwirtschaftsbetrieben.

Bürgermeister Otto Lukat schwor die bunte Sammelgemeinde ein auf die große Aufgabe: 501 Kilogramm Müll produziere jeder Bundesbürger im Jahr – das meiste davon wird über städtische Abfallbetriebe entsorgt. Da die jedoch nicht immer und überall sein können, engagieren sich eben auch die Bürger, „setzen ein Zeichen gegen den Müll“, so Lukat.

„Mithelfen, mitmachen“, war denn der ausgegebene Slogan, der eben auch unterstützt werden solle „durch ein gewisses Gemeinschaftsgefühl“, wie Ute Krüger, Pressesprecherin der Stadt, betonte. Buttons und Uelzen-Mützen für alle, die mitsammelten, untermauerten das.

Getragen wurden die beispielsweise auch von einem eifrigen Sammlergrüppchen rund um den Ersten Stadtrat Jürgen Markward. „Vor allem Zigaretten“, hätten sie gefunden.

Richtig engagiert in diesem Tross dabei waren auch Vjollca Kadrijan (19), Nasra El-Kadi (10) und Hussein Kadi (7): „Sektflaschen und Papier“, hätten sie schon aufgelesen – mit sichtbarem Erfolg: „So wirkt gleich alles viel schöner“, meint Vjollca. Deshalb findet die zehnjährige Nasra es auch nicht eklig, anderer Leute Müll einzusammeln. Und immerhin: „Wir haben ja schließlich Zangen dabei“. Vor allem junge Leute beteiligten sich am Müllsammeln– wenngleich sich Bernhard Winkelmann, bei der Stadt Uelzen für die Koordination der Straßenreinigung zuständig, künftig ruhig die Teilnahme von noch mehr Schulen wünscht. Denn: „Uns liegt am Herzen, dass Umweltbildung eben schon ganz früh stattfindet“, sagt er, „wenn die Kinder erst mal 15 Jahre alt sind, ist es dafür schon fast zu spät.

Das Ergebnis am Ende war schließlich beeindruckend: Sechs Fahrräder, ein Sofa, fünf Reifen, eine Tischtennisplatte und ein Altölkanister kamen zusammen – und dazu insgesamt rund 270 prall gefüllte Müllsäcke in Uelzen und den Ortsteilen. Das schönste daran: Pro Sack gibt‘s eine Spende in Höhe von drei Euro für den Kinderschutzbundes.

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