Einen großen Flashmob...

… hat Uhlenköpers Schwester unerwartet in ihrer Wohnung erlebt. Sie hatte ihren Mietvertrag gekündigt, eine neue Wohnung in Aussicht und die ersten Dinge schon in Umzugskartons verstaut, als ihr die Hausverwaltung eine Wohnungsbesichtigung ankündigte.

Da die Räume sich im aufsteigenden „In-Viertel“ einer Großstadt befanden, vermutete die junge Frau eine Reihe von Interessenten. Den Tipp, vorher ihren Schmuck zu verstecken, beherzigte sie vorsichtshalber. Als sie dem Besuch schließlich die Tür öffnete, begrüßte sie die Hausverwalterin mit dem Spruch „Nicht erschrecken!“. Danach wurde Uhlenköpers Schwester mit großen Augen von einer Horde Menschen in die Küche gedrängt und verfiel in eine Art Schockstarre – rund hundert Menschen quollen durch die Wohnungstür in ihre heiligen Gemächer, verschwanden hinter Türen und Regalen und völlig aus ihren Augen. Vereinzelte baten sie dann um Auskünfte über die Lage und die Nachbarschaft, die meisten jedoch buhlten mit Bewerbungsunterlagen bei der Hausverwalterin um die Wohnung. Wenn der Uhlenköper so etwas hört, ist er doch ganz froh, dass es in Uelzen umgekehrt abläuft. Hier buhlten bei seiner Wohnungssuche eher die Vermieter um den Uhlenköper.

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