Einen emsigen...

. . . Begleiter hatte Uhlenköper bei seinem Spaziergang an der Ilmenau. Schon als er startete, fiel ihm die Ente auf, die sich an einem Grabenstück durch den Schlamm schob.

Wasser konnte man das schon nicht mehr nennen, es war eher ein Rinnsal, das gerade so Blätter und Zweige verdeckte. Die Ente versuchte zu schwimmen, zwischendurch tapste sie durch den Matsch und ihr Gefieder am Bauch war von dem Schlamm schon ganz verdreckt. Als es wirklich nicht mehr möglich war zu paddeln, wechselte sie den Ort. Auf der Ilmenau ging es weiter, während Uhlenköper am Ufer entlangspazierte. Es war nicht zu übersehen: die Ente versuchte mit ihm mitzuhalten. Zügig schwamm sie voran. Wenn der Fluss eine Kurve machte, paddelte sie schneller – und wenn ihr Weg von Ästen oder Steinen unterbrochen wurde und der Uhlenköper schon zu weit entfernt war, nahm sie für wenige Meter den Luftweg. Und zwischendurch drehte sie immer wieder den Kopf und blickte zum Spaziergänger hinüber – als ob sie sich vergewissern wollte, dass sie noch mit ihm auf einer Linie war. So ging es etwa eine halbe Stunde lang. Dann hatte der Uhlenköper genug Weg hinter sich und sein Appetit auf ein schönes Stück Kuchen und einen leckeren Milchkaffee wuchs. Er drehte um und meinte einen irritierten letzten Blick von der Ente wahrzunehmen, bevor er seinen Weg in andere Richtung fortsetzte – und darüber grübelte, ob ihm die Ente wohl auf diese Weise etwas Wichtiges hatte mitteilen wollen, dem Uhlenköper.

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