Von Woche zu Woche

Eine Woche der Weichenstellungen

Es war eine Woche der Weichenstellungen in Uelzen, eine Woche von Ereignissen mit einiger Symbolik. Zu allererst ist da natürlich die Wahl des neuen Bürgermeisters. Nun ist es ja nicht ganz unwichtig, wer die Geschicke der Kreisstadt in den nächsten sieben Jahren lenkt.

Das Votum der Uelzener war deutlich, mit fast zwei Drittel der Stimmen machte Jürgen Markwardt das Rennen. Doch enttäuschend ist, das muss man auch feststellen, die Wahlbeteiligung. Nicht einmal jeder Zweite machte sich auf den Weg an die Urne, und so kreuzten unter dem Strich nur 8000 der insgesamt rund 28 000 Wahlberechtigten den Namen Markwardt an.

Man kann natürlich auch fleißig die Gegenrechnung aufmachen: 20 000 Uelzener haben Markwardt nicht gewählt, nur 8000 gaben ihm seine Stimme. Aber diese Argumentation hinkt. Denn jeder hätte die Möglichkeit gehabt, zur Wahl zu gehen. Wer es nun nicht getan hat, der sollte auch nicht meckern, wenn ihm einiges gegen den Strich gehen sollte in Sachen Stadtgestaltung in den nächsten Jahren. Und natürlich ist es auch ein Armutszeugnis, dass offenbar jeder „Vatertag“ mehr Menschen auf die Beine bringt als die Wahl eines Stadtoberhauptes.

Doch unter dem Strich kann Jürgen Markwardt mit einer breiten Mehrheit der Stimmen regieren, das ist ein Zeichen.

Ein Zeichen ist es auch, welches die Firma Peters Landhandel am selben Wochenende im Uelzener Hafen setzte. Eine Millionen- Investition für neue Siloanlagen, um zigtausende Tonnen Getreide und Dünger mehr lagern und umschlagen zu können. Das ist ein deutliches Bekenntnis für den Standort Uelzen und ein wichtiges Signal für die Region.

Und auch der neue Bürgermeister, der am 1. November sein Amt antreten wird, hat im ersten Interview gleich klar gemacht, worauf er setzt: Er will die Uelzener Innenstadt aufwerten, die Stadt attraktiver machen und so mit mehr Zugkraft versehen. Jetzt darf man gespannt sein auf neue, frische Ideen. Uelzen kann sie gebrauchen.

Rubriklistenbild: © Koller

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