Die AZ-Redaktion machte den Test und fuhr die Umleitungen durch Uelzen zweimal ab

Eine Sperrung beseitigt das Chaos in Uelzen

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Vor der Behelfsampel am Abzweig Neu Ripdorf staute sich das Blech zum Teil auf einer Länge von bis zu 100 Meter. Aber die Grünphase ist fast eine Minute lang geschaltet, sodass der Rückstau in einem Intervall nahezu komplett abfließt, ehe es sich erneut staut.

Uelzen. Wo es Montagmittag nur im Schneckentempo voranging, floss der Verkehr gestern zur ungefähr gleichen Zeit und zum einsetzenden Feierabendverkehr recht zügig. Unsere Redaktion machte zur Mittagszeit und gegen 16.30 Uhr den Test und fuhr mit dem Auto von der Bundesstraße 4, von Norden kommend, auf die Umleitungen durch Uelzen.

Die Abfahrt vom Johnsburgkreisel auf die Birkenallee wurde gestern gesperrt. Das half entscheidend, das Chaos zu beseitigen.

Auf der Abfahrt Molzen/Klärwerk gibt es bei beiden Touren kaum einen nennenswerten Rückstau. Links abgebogen, geht es zum Abzweig Neu Ripdorf. An der Behelfs-ampel unweit der Spedition Kobernuss bildet sich schnell ein Rückstau von bis zu 100 Metern. Allerdings: Die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr hat die Grünphase für die Rechtsabbieger mit einem üppigen Takt ausgestattet. Knapp eine Minute leuchtet es grün. Zeit genug, dass sich der Rückstau in einem Intervall sowohl am Mittag als auch am Nachmittag nahezu auflöst. Weiter geht es über die Straße Neu Ripdorf. Freie Fahrt. Auch die Ampel zur Birkenallee bereitet bei beiden Runden keine Probleme. Vielmehr scheint für die Rechtsabbieger bei Kobernuss eine grüne Welle eingetaktet zu sein.

Nun kommt der heikelste Abschnitt: der Ostring. Dort ging es Montag nur im Schritttempo voran. Gestern läuft es flüssig. Nur an der Kreuzung Tile-Hagemann-/Groß Liederner Straße staut es sich. Mal bis zur Tankstelle, auch schon mal fast bis zur Kreuzung Oldenstädter Straße. Grund: Die Phase für die Linksabbieger zur Groß Liederner Straße ist auch um 16.40 Uhr immer noch zu kurz geschaltet. In gerade einmal 15 Sekunden schaffen es nur zwei Lkw und ein oder zwei Pkw über die Kreuzung. Dennoch: Erträgliche zehn Minuten haben beide Touren von der Ableitung von der B 4 bis zurück zur AZ-Redaktion an der Groß Liederner Straße gestern gedauert.

Das soll sich heute ändern, kündigt Gesa Schütte von der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Lüneburg an. Die Grünphase soll verlängert werden. „Wir werden das beobachten. Setzt nach ein paar Tagen dort keine Entspannung ein, werden wir die Ampel an der Oldenstädter Straße abschalten.“

Unterm Strich habe sich die Situation im Vergleich zu Montag deutlich entspannt. Hauptgrund dafür sei, dass die Ausfahrt vom Johnsburgkreisel auf die Birkenallee im Laufe des gestrigen Vormittages gesperrt worden war. „Die Umleitung über Neu Ripdorf war erst nicht angenommen worden, was zum Chaos am Montag führte. Deshalb hat die Stadt in Absprache mit der Polizei die Ausfahrt geschlossen“, so Gesa Schütte. Da die ersten Bauabschnitte auf der B 4 ohne Umleitungen bewältigt wurden, hätten die Leute mögliche Beeinträchtigungen nicht so wirklich auf dem Radar gehabt. Als es Montag ernst wurde, hätten sich viele wohl erst einmal gewundert, glaubt Schütte.

• Bürger die Fragen, Anregungen oder Beschwerden hinsichtlich der Umleitungen haben, können sich ab sofort an Gesa Schütte von der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Lüneburg wenden. Sie ist unter (0 41 31) 15 12 42 oder per Mail unter Gesa.Schuette@ nlstbv.niedersachsen.de zu erreichen.

Von Jens Schopp

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