Landkreis plant 11,5-Millionen-Euro-Investition in Breitband-Ausbau / Amortisation nach zehn Jahren möglich

„Eine rentierliche Investition“

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Der Landkreis Uelzen macht sich auf in eine neue Ära und will das schnelle Internet.

Uelzen/Landkreis. Der Landkreis Uelzen macht sich auf in eine neue Ära und will das schnelle Internet. Wie berichtet, müsste er 11,5 Millionen Euro für den Ausbau eines Breitband-Versorgungsnetzes über die sogenannte „Bundesrahmenregelung Leerrohre“ (BRLR) aufbringen.

Eine beachtliche Summe, die die Mitglieder des Wirtschaftsförderungsausschusses, der am Mittwoch einhellig einem Planungsauftrag für dieses Konzept zustimmte, trotzdem ganz gelassen hinnahmen.

Marlis Kämpfer von der Wirtschaftsförderung „Uelzen aktiv“ betont, dass man sich von dem Betrag nicht abschrecken lassen solle, weil der Investition ja auch Einnahmen aus Pacht entgegenstünden. „Die elf Millionen Euro sind eine rentierliche Investition“, sagte sie. Wie schnell sich der finanzielle Kraftakt rentieren kann, machte derweil Peer Bayersdorff vom Breitband Kompetenz Zentrum deutlich: Erfahrungen aus der Praxis hätten ergeben, dass sich ein Großteil der Kosten nach etwa zehn Jahren amortisiert habe.

Auch dem mit dem Land Niedersachsen abgeschlossenen Entschuldungsvertrag stehen elf Millionen Euro Investitionen in die Breitband-Versorgung offensichtlich nicht entgegen: Dem Land könne plausibel erklärt werden, dass sich die Investition rentiere, erläuterte Landrat Dr. Heiko Blume. Im Übrigen habe man mit dem entstehenden Netz ja auch einen Gegenwert, ergänzte Sascha Blumenberg von „Uelzen aktiv“.

Bis zum 31. Mai können noch Fördermittel aus dem europäischen EFRE-Fonds für den Netzausbau beantragt werden – vier Millionen Euro, wusste Bayersdorff zu berichten, stünden in diesem Topf noch zur Verfügung. Im April will der Uelzener Wirtschaftsförderungsausschuss über den Planungsauftrag entscheiden.

Von Ines Bräutigam

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