Eine Million für vier Jahre

Uelzen - Von Marc Rath In den Schulen im Stadtgebiet zeichnet sich ein reger Gebäudetausch ab. Kreis- und Schulausschuss verständigten sich nach Absprachen mit der Stadtverwaltung in dieser Woche einmütig auf die schnellstmögliche Aufgabe des Außenstandortes Veerßer Straße. Eine neue Nutzung des Gebäudes ist nunmehr offen. Der Kreis mietet stattdessen von der Stadt frei werdende Räume in der Hermann-Löns-Schule an – in unmittelbarer Nähe des BBS-II-Hauptgebäudes an der Esterholzer Straße.

Von der Löns-Schule werden die dort derzeit ausgelagerten Klassen des Herzog-Ernst-Gymnasium in das Gebäude der Pestalozzi-Schule am Emsberg verlegt. Das HEG bekommt dort für den Zeitraum von vier Jahren sieben Klassenräume. „Wir haben die günstige Lösung erreicht“, ist Landrat Theodor Elster überzeugt. Für dafür notwendige „unabweisbare Sanierungsarbeiten“ stellt die Kreisverwaltung 400 000 Euro in den Haushalt für 2011 ein.

„Das ist in vielerlei Hinsicht die kostengünstigste Lösung“, begrüßt auch der schulpolitische Sprecher der CDU-Kreistagsfraktion, Martin Oesterley, die Variante. Die BBS II sei damit künftig nur noch auf zwei Standorte verteilt. SPD-Schulpolitiker Jürgen Peter Hallier ist „heilfroh, dass wir jetzt dazu kommen, wo wir schon lange hinwollen“.

Die Lösung mit der Löns-Schule ist nämlich keineswegs neu. Sie war von der Kreispolitik bereits 2006 ins Auge gefasst worden. Damals kam es wegen des Platzbedarfs des HEG jedoch nicht zu einer Vereinbarung mit der Stadt.

Zu Beginn dieses Jahres spielte diese Variante jedoch keine Rolle mehr in der Diskussion, da der Kreis zunächst seine eigenen Gebäude nutzen wollte.

Unterdessen sind im Rahmen des Konjunkturpakets des Bundes in den vergangenen Monaten 550 000 Euro in der Pestalozzi-Schule verbaut worden. „Nach damaliger Beurteilung stand es außer Frage, dass der Standort auch weiterhin dauerhaft benötigt wird“, heißt es dazu in der Beschlussvorlage der Verwaltung.

Schulunterricht wird es dort indes derzeitigen Planungen zufolge nach dem Auszug der HEG-Klassen in vier Jahren nicht mehr geben. Die Pestalozzi-Schule selbst plant innerhalb der nächsten drei Jahre ihre Auflösung, da ihre Schüler auf allgemeinbildende Schulen wechseln sollen. „Falls eine weitere Nutzung nicht in Aussicht steht, ist auch ein Abriss in Erwägung zu ziehen“, heißt es nunmehr von der Verwaltung.

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