Schwerverletzte bei Glatteis im Landkreis Uelzen: Polizei gibt Tipps für Verkehr

Frau fliegt durch Glasdach

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Frontalzusammenstoß bei Glatteis: Zwischen Melzingen und Barnsen verlor ein Ford-Fahrer die Kontrolle.

Uelzen/Landkreis. Drei Schwerverletzte und mehrere Leichtverletzte – das ist die Bilanz des ersten Glatteis-Tages im Landkreis Uelzen. Nebel, Eis, starker Regen und Laub sorgten gestern für gefährliche Straßenverhältnisse.

Eine 49-Jährige kam gegen 9.40 Uhr auf eisglatter Fahrbahn am Uelzener Kämpenweg mit ihrem Smart von der Straße ab und überschlug sich auf einem abgeernteten Maisfeld. Die Polizei vermutet, dass die Frau nicht angeschnallt war und darum durch das Glasdach ihres Pkws nach draußen geschleudert wurde. Sie erlitt schwere Kopf- und Gesichtsverletzungen und wurde in eine Spezialklinik nach Hamburg gebracht. An dem Smart entstand ein Sachschaden von rund 3000 Euro. Schwere Verletzungen zogen sich auch zwei Autofahrer auf der Kreisstraße 34 zwischen Melzingen und Barnsen zu.

Schwer verletzt wurde die Fahrerin des Smarts ins Krankenhaus gebracht: Auf eisglatter Straße flog sie durchs Glasdach des Pkws.

Gegen 14.45 Uhr verlor der Fahrer eines Ford nach Angaben von Polizeisprecher Kai Richter aufgrund von unangepasster Geschwindigkeit auf glatter Straße die Kontrolle über seinen Wagen und stieß frontal mit einem Kleinbus zusammen. Beide Fahrer wurden verletzt in das Uelzener Klinikum gebracht. Die Kreisstraße wurde zeitweise voll gesperrt. An den Fahrzeugen entstand rund 15 000 Euro Sachschaden. Auf der Kreisstraße 3 zwischen Molzen und Uelzen geriet gegen 7.30 Uhr eine 19-Jährige mit ihrem BMW 525 auf winterglatter Straße ins Schleudern, bevor sie nach links von der Fahrbahn abkam und sich überschlug. Die Frau erlitt leichte Verletzungen. Es entstand ein Sachschaden von gut 2000 Euro.

Ein Fahrer auf der Kreisstraße 52 kam gegen 7 Uhr mit dem Schrecken davon: Er rutschte auf glatter Fahrbahn von der Straße und kippte mit seinem Wagen auf die Seite. Es entstand lediglich Sachschaden. Bereits am Montagabend war eine 21-jährige Fiat-Fahrerin in Tatern wegen Straßenglätte auf einen Grünstreifen geraten. Dabei wurde die Fahrerin leicht verletzt. An ihrem Auto entstand ein Sachschaden von mehreren hundert Euro. Die Polizei warnt: Glatteisgefahr besteht bereits ab drei Grad Celsius. Autofahrer sollten von Oktober bis April mit Winterreifen fahren, die Beleuchtung, Wischblätter und die Scheibenwischanlage regelmäßig warten: „Vermeiden Sie Blindfahrten und reinigen Sie vereiste Scheiben.“ Laub mache die Fahrbahn zudem glitschig – also nicht plötzlich bremsen, riskante Fahrmanöver vermeiden. Die Geschwindigkeit sei den Sichtverhältnissen anzupassen.

Stauenden und Liegenbleiben seien bei Nebel gefährlich: „Wenn möglich, sollten sich alle Fahrzeuginsassen hinter den Schutzplanken in Sicherheit bringen und eine Warnweste tragen.“ Bei starkem Regen und Laub auf der Fahrbahn gelten ähnliche Regeln. „Bei Aquaplaning nicht abrupt bremsen, sondern Lenkrad festhalten und vom Gas gehen.“ Zudem macht die Polizei auf Gefahren durch Wind und Sturm aufmerksam – vor allem bei höheren Geschwindigkeiten auf freien Lagen und Brücken: „Bei Sturm nicht unter Bäumen parken und Straßen, die durch Waldgebiete führen, meiden.“

Von Wiebke Brütt

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