CDU-FDP-RRP-Gruppe moniert Haltung von Bad Bevensens Bürgermeister Feller zu A 39

Eine Frage der Solidarität

Martin Feller musste sich im Kreistag Kritik von der CDU/FDP/RRP-Gruppe gefallen lassen.

ib Uelzen/Bad Bevensen.  Nahezu einhellig war die Zustimmung der CDU/FDP/RRP-Gruppe im Uelzener Kreistag auf der letzten Sitzung vor den Sommerferien, einen Förderantrag zu stellen für eine ,,Sole- und Salzwelt Bad Bevensen“, der von der Kurgesellschaft Bad Bevensen auf den Weg gebracht werden soll.

Hintergrund: Der Landkreis ist Mehrheitsgesellschafter der Kur GmbH, deshalb muss die beabsichtigte Investition in einer Größenordnung von knapp zwei Millionen Euro zwischen der Stadt Bad Bevensen und dem Kreis abgestimmt werden.

„Auf Unmut und Unverständnis“ stoßen deshalb auch laut Gruppen-Vorsitzendem Claus-Dieter Reese die Äußerungen von Bad Bevensens Bürgermeister Martin Feller zum Bau der A 39. „Der Tourismus des Kur-Bades ist zunehmend auf eine gute und schnelle Erreichbarkeit angewiesen“, betont Reese. Er erinnert daran, dass sich regionale wie überregionale Tourismusverbände, darunter auch die Bevenser Kurverwaltung, für die A 39 geäußert hätten. „Bürgermeister Feller kann nicht einseitig immer wieder hohe Investitionen des Kreises für die Kurstadt Bad Bevensen fordern, umgekehrt aber die A 39, ein wichtiges Infrastrukturprojekt für den gesamten Kreis, ablehnen“, moniert Reese. „Solidarität ist keine Einbahnstraße.“ Im Übrigen fördere die A 39 aus Sicht des Tourismus als wichtigem Wirtschaftsfaktor in der Lüneburger Heide die Chancen für Erhalt und weiteres touristisches Wachstum erheblich. „Dies ist unabhängig davon“, betont der Gruppen-Vorsitzende, „welche Trassenvariante letztlich in Abwägung der Interessen von Mensch und Natur gewollt wird.“

In Bad Bevensen soll ein Erlebnis-Sole-Raum mit Ruhe-Lounge, neuer Gartenlandschaft und Ruhebereich geschaffen werden. Landkreis Uelzen und Stadt Bad Bevensen als Gesellschafter der Kur GmbH hoffen jetzt zur Umsetzung auf eine hohe Bezuschussung durch das Land Niedersachsen, sagt Claus-Dieter Reese, „sonst ist das Projekt nicht zu finanzieren.“

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