Uelzens Lebensmitteleinzelhandel im Umbruch / Aldi und Lidl strukturieren neu

Eine Branche sortiert sich

+
Das neue Marktcenter am Veerßer Tor wächst und wächst – und nicht nur die Supermarktkette Rewe wird sich hier niederlassen – offensichtlich wirft auch der Discounter Aldi ein Auge auf diesen Standort.

Uelzen. Ob Discounter oder klassischer Supermarkt – der Lebensmitteleinzelhandel in der Stadt Uelzen ist im Umbruch begriffen. Nicht nur mit dem Bau des Marktcenters und dem dortigen Einzug von Rewe werden sich die Strukturen ändern.

Auch die Schließung des Netto-Markts im Uhlenköperpark und die dortige Eröffnung eines Kauflands sowie der Wunsch des Discounters Lidl an der Bernhard-Nigebur-Straße, seine Fläche zu erweitern, werden Einfluss auf den Lebensmitteleinzelhandel im Stadtgebiet nehmen. Das sogenannte Städtebauliche Entwicklungskonzept „Lebensmitteleinzelhandel für die Stadt Uelzen“ beschreibt und bewertet diese und weitere Veränderungen und wird morgen, Donnerstag, vom Ausschuss für Stadtplanung, Umweltschutz und Bauen in öffentlicher Sitzung beraten.

Auch die Pläne von Aldi, Märkte in Uelzen zu schließen und neue zu eröffnen, erforderten es, dass die Gesellschaft für Markt und Absatzforschung (GMA) in Ludwigsburg ihr Städtebauliches Entwicklungskonzept für Uelzen aktualisiert. Mittelfristig nämlich möchte der Discounter laut Konzept anstatt der drei vorhandenen, eher kleineren Filialen nur noch zwei in Uelzen betreiben. Die aber sollen dann größer sein.

Laut des Uelzener Entwicklungskonzepts verfolgt auch Lidl diese Strategie. Ursache hierfür seien nach Einschätzung der Experten vor allem warenlogistische Gründe: In größeren Märkten ließen sich höhere Stückzahlen einzelner Artikel platzieren, der Personalaufwand für die Auffülltätigkeit reduziere sich damit.

Der Lidl-Markt an der Bernhard-Nigebur-Straße soll demnach von derzeit etwa 1000 Quadratmetern auf 1450, vielleicht sogar 1600 Quadratmeter wachsen. Die GMA hält allerdings nur die Vergrößerung auf 1450 Quadratmeter für verträglich, da die Erweiterung ansonsten zu Lasten des Netto-Lebensmitteldiscounters an der Birkenallee gehen würde.

Aldi plane indes in Uelzen zwei Märkte mit Größen von jeweils etwa 1200 Quadratmetern, schreiben die Ludwigsburger. Und auch mögliche Standorte dafür bewerten sie in ihrem Konzept – das Marktcenter, das derzeit am Veerßer Tor gebaut wird, könnte dabei eine Rolle spielen.

Von Ines Bräutigam

Lesen Sie am Mittwoch einen weiteren dazu im E-Paper und in der Printausgabe der AZ.

Mehr zum Thema

Kommentare