Schornsteinfegerarbeiten im Wettbewerb / Wer wechselt, muss aktiv werden

Eigentümer in der Pflicht

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Schornsteinfegerarbeiten im Wettbewerb: Wer wechselt, muss aktiv werden.

Uelzen/Landkreis. Seit Jahresbeginn können Hauseigentümer selber entscheiden, wer ihnen aufs Dach steigt – denn es ist ein neues Schornsteinfegerrecht in Kraft getreten, das in erster Linie die Öffnung der Schornsteinfegerleistungen für den Wettbewerb zum Ziel hat.

Stefan Kolbe, bevollmächtigter Schornsteinfeger für den Landkreis Uelzen, sieht der Neuerung allerdings ganz gelassen entgegen: „Ich gehe davon aus, dass ein großer Teil der Kunden die Arbeiten weiterhin vom Bezirksschornsteinfeger durchführen lassen wird. “.

Denn wer sich entschließt, Messungen an der Heizung oder das Kehren des Schornsteins an einen Handwerker – der eine spezielle Zulassung haben muss – abzugeben, wird fortan selber in die Pflicht genommen: Er muss darauf achten, die Kehr- und Prüfintervalle einzuhalten, denn der Schornsteinfeger kommt nicht mehr automatisch. Viele Kunden hätten bereits im Vorfeld signalisiert, dass sie der Einfachheit halber bei ihrem Schornsteinfeger bleiben wollten, so Kolbe.

Doch auch wenn er nicht mehr angefordert werde – die Verwaltungsarbeit habe der jeweilige Bezirksschornsteinfeger nach wie vor, sagt er. Denn der vom Kunden beauftragte Handwerker müsse beim Schornsteinfeger ein Formblatt einreichen, das die Erledigung der Arbeiten dokumentiert. Liegt dieses nicht fristgerecht vor, wird der Landkreis eingeschaltet, der das Nachholen der Arbeiten anordnet. Sollte auch das nicht klappen, könnte es gar zur Zwangskehrung durch den Schornsteinfeger kommen.

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Von Ines Bräutigam

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