Lüneburg gibt Startschuss für Projekt – Paten und Sponsoren gesucht

„Urban Gardening“: Eigener Salat mitten in der Stadt

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Menschen ziehen mitten in der Stadt ihren Salat – eine Bewegung, die sich zunächst in den Großstädten entwickelt hat. Jetzt will die Stadt Lüneburg in den Parks Pflanzkisten aufstellen.

Lüneburg. Erdbeeren pflanzen im Park, Tomaten ziehen auf öffentlichen Plätzen. Oder doch lieber ein paar bunte Blumen säen? All das ist möglich beim „Urban Gardening“. Mitmachen kann jeder und bald auch in Lüneburg.

Die Stadt plant, insgesamt 24 Hochbeet-Kisten aufstellen zu lassen: Sechs von ihnen im Scunthorpe-Park, zehn Stück im Clamart-Park, sechs im Park am Krankenhaus und zwei im Rathausgarten.

„Aber nur, wenn sich ausreichend Sponsoren für die Kisten finden – und Menschen oder Gruppen, die die Beete pflegen“, erklärt Constanze Keuter, Grünplanerin der Stadt. „Die Idee von ‚Urban Gardening‘ ist ja die, dass nicht etwas von oben vorgegeben wird, sondern dass die Initiative aus der Bevölkerung kommt. Als Stadt schaffen wir dafür lediglich die Rahmenbedingungen.“

In Phase eins können sich ab sofort mögliche Sponsoren für die Pflanzkisten bei der Grünplanerin melden. Das Modell soll einheitlich für das Stadtgebiet und hochwertig sein. Infrage kommt etwa ein Bausatz aus Natur-Lärchenholz, inklusive Noppenmatte und Mausgitter für rund 350 Euro. Die Maße der Kiste sind zweimal ein Meter. Das Beet ist 85 Zentimeter hoch. „So kommt man von allen Seiten und rückenschonend an die Pflanzen ran“, so die Stadt-Mitarbeiterin. Wer jetzt schon weiß, dass er ab dem Frühjahr 2017 die Patenschaft und Pflege einer Pflanzkiste übernehmen möchte, kann sich aber auch schon jetzt bei der Stadt melden. Paten können Einzelpersonen und Familien, aber auch Vereine, Einrichtungen oder etwa Kitas sein.

Im Herbst und Winter werden die Holzkästen in den Werkstätten von Job.Sozial zusammengebaut. „Wer Lust hat, selbst Hand anzulegen, kann sich melden und in den Werkstätten helfen“, ergänzt Constanze Keuter. In Phase 3 geht es dann ans Eingemachte: Wer übernimmt die Pflege? Wer spendet Erde? Wer spendet Pflanzen oder Saatgut? Die Stadt lässt Wassertanks in den Parks aufstellen, damit die Paten ihre Gießkannen füllen können, und dann kann es endlich losgehen.

Bislang war „Urban Gardening“ eher eine Bewegung, die in den Großstädten aktiv war. „Aber Lüneburg ist ja durchaus eine Stadt, die für moderne und auch eher großstädtische Ideen offen ist“, meint Stadtsprecherin Suzanne Moenck. „Es ist ein Angebot an die Bevölkerung – mal gucken, ob und in welcher Größenordnung es angenommen wird.“

Kontakt: (0 41 31) 3 09 39 44, constanze.keuter@stadt.lueneburg.de.

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