In eigener Sache

Seit Monaten berichtet die AZ über die sogenannte „Douglas-Bande“ - einer Bande von etwa zehn 18- bis 20-Jährigen, die die Stadt Uelzen terrorisiert, Bürger verprügelt, Geschäfte überfällt. Mittlerweile sitzen fünf von ihnen in Untersuchungshaft, zwei sind wegen versuchten Totschlags und drei wegen Schutzgelderpressung angeklagt.

Bereits seit Beginn des Prozesses versuchen Familienangehörige der Angeklagten Zeugen einzuschüchtern. Nachdem nun sämtliche Haftprüpfungstermine für die Angeklagten negativ ausgegangen sind, erweitern die Familienangehörigen ihre Einschüchterungsversuche auf Gericht, Staatsanwaltschaft - und die Presse. Die AZ-Redaktion bekommt seit Wochen massive Drohanrufe, AZ-Redakteure werden bei ihrer Arbeit im Umfeld des Gerichtes demonstrativ fotografiert und in übler Weise beschimpft.

Polizei und Staatsanwaltschaft stufen die Bedrohungslage für die AZ-Redaktion als ernst ein und haben entsprechende Vorsichtsmaßnahmen zum Schutz von Redaktion und Verlag eingeleitet. Trotz der Drohungen wird die AZ-Redaktion im Sinne ihrer Leserinnen und Leser und der Pressefreiheit weiter in der gebotenen Sachlichkeit und Objektivität über den Fortgang des Prozesses berichten.

Unterstützung erhält die AZ-Redaktion von Michael Konken, Vorsitzender des Deutschen Journalisten-Verbandes: „Es ist absolut unerträglich, dass Kriminelle Jagd machen auf Journalisten. Uelzen ist nicht die Hauptstadt einer Bananenrepublik, sondern liegt mitten in der Bundesrepublik Deutschland. Im Namen der 38.000 Mitglieder des Deutschen Journalisten-Verbandes erwarte ich von Polizei und Justiz, dass sie denjenigen das Handwerk legt, die das Faustrecht zum Maßstab machen wollen. Journalisten haben ein Anrecht auf Sicherheit, sonst ist die Pressefreiheit nichts wert.“

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