Goldene Nadel für Ekkehard Tewers Verdienst um Uelzener Traditionspflege

Ehrung für 19 Jahre Einsatz

Angesteckt: Bürgermeister Otto Lukat (links) dankte Ekkehard Tewer für dessen langjähriges Engagement und zeichnete ihn mit der Ehrennadel der Stadt aus. Foto: Tenbrink

Uelzen. Bürgermeister Otto Lukat ehrte gestern Ekkehard Tewer für dessen langjährigen Einsatz im Bereich der Heimatpflege. Tewer war 19 Jahre lang Vorsitzender des Vereins „Heimat, die Heide blüht“, der sich vor einem Jahr aufgelöst hatte.

Der „Wandel in den Generationen“ war Lukat zu Folge dafür verantwortlich, dass dem Heimatverein nach über 30 Jahren die Mitglieder ausgingen. Zudem war der Geehrte von 1991 bis 2011 beratendes Mitglied im Kulturausschuss der Stadt.

Die Ehrung hätte Tewer eigentlich bereits im Rahmen der Ratssitzung am 19. Dezember zu Teil werden sollen, zusammen mit sechs weiteren verdienten Bürgern. Doch an diesem Termin war er verhindert. Darum wurde ihm die Ehrennadel der Stadt gestern in kleinerer Runde vor einigen Ratsmitgliedern und früheren Weggefährten verliehen.

Als er 1992 den Vorsitz des Vereins übernahm, habe dieser in beträchtlichen finanziellen Schwierigkeiten gesteckt, blickt der damals 42-Jährige zurück. Nur ein Vergleich im Rechtsstreit mit der Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte (Gema) habe den Verein damals vor dem Bankrott gerettet, berichtete Tewer. Außerdem habe er innerhalb kürzester Zeit neun Steuererklärungen nachreichen müssen. In der Folge hätten vor allem organisierte Fahrten – zum Beispiel nach Potsdam oder zur Wartburg – eine Konsolidierung der Finanzen ermöglicht. Als sich der Verein im letzten Jahr auflöste, war er schuldenfrei.

Auch im Hinblick auf die Mitgliederzahlen und Veranstaltungsbesucher hätte „Heimat, die Heide blüht“ seine besten Zeiten bereits damals hinter sich gehabt, erinnerte sich ein anderes ehemaliges Mitglied. Dennoch sei es Tewer gelungen, die volkstümliche Traditionspflege wirtschaftlich zu sanieren und noch viele Jahre lang lebendig zu halten.

Es zeuge auch von dem Verantwortungsbewusstsein der Beteiligten, mit der Vereinsauflösung auch den unangenehmen aber nötigen Schritt zu gehen, erklärte Lukat. Außerdem dankte er Tewer dafür, dass dieser diverse „Stücke Uelzener Kulturgeschichte“ an die Stadt übergeben habe – darunter nicht nur Stücke, die dem Verein gehörten, sondern auch aus dem Besitz von Tewers Vater.

Von Karsten Tenbrink

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