15-Jähriger zeigt Symptome: Zug in Hamburg evakuiert / Verdacht nicht bestätigt

Ebola-Alarm im Metronom

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Von Polizisten abgeschirmt bringt ein Notarzt den in einen Ganzkörper-Schutzanzug gekleideten Erkrankten zum Rettungswagen. Der Arzt hatte zuvor am Bahnsteig eine mögliche Ebola-Infektion diagnostiziert. Der Verdacht bestätigte sich nicht.

Hamburg/Uelzen. Ebola-Verdacht im Metronom: Wegen eines möglicherweise an der Seuche erkrankten Fahrgastes wurde gestern Vormittag ein Zug des Uelzener Eisenbahnunternehmens im Hamburger Hauptbahnhof geräumt.

Der Verdacht bestätigte sich schließlich nicht. Der 15-jährige Fahrgast hatte sich mehrfach auf der Fahrt von Bremen in die Hansestadt übergeben, berichtet Rüdiger Carstens, Pressesprecher der Bundespolizeiinspektion Hamburg, auf AZ-Nachfrage. Er habe angegeben, aus Mali über Italien nach Deutschland eingereist zu sein. Ein Mitarbeiter von Metronom habe die Bundespolizei verständigt, die den Zug mit Rettungskräften und Notarzt im Hamburger Hauptbahnhof erwartete. Der Metronom sollte eigentlich weiter nach Uelzen fahren. „Der Notarzt hat vor Ort den Verdacht auf Ebola geäußert“, schildert Metronom-Sprecher Björn Pamperin. Nach einer Untersuchung, abgeschirmt von anderen Reisenden, habe es jedoch die Entwarnung gegeben. Der Fahrgast leide lediglich an einem grippalen Infekt.

Bundespolizisten räumten den Zug und den Bahnsteig. „Es wollten neue Reisende einsteigen und weiterfahren“, erklärt Bundespolizei-Sprecher Carstens. Das hätten seine Kollegen verhindert. „Der Zug wurde komplett verschlossen, da nicht auszuschließen war, dass es sich um eine ansteckende Krankheit handelt.“ Anschließend sei er auf ein Abstellgleis gebracht worden. Der Zug sei gestern im Laufe des Tages gereinigt und desinfiziert worden. Im Falle einer tatsächlichen Ebola-Infektion wäre ein Seuchenstab einbezogen worden, erläutert Pamperin. [...]

Von Diane Baatani

Mehr steht heute ausführlich in der gedruckten sowie auch in der digitalen Ausgabe.

Ursprüngliche Nachricht:

(Von Michael Koch)

Hamburg/Uelzen. Ein Jugendlicher, der aus Afrika eingereist sein soll, zeigte heute Vormittag im Metronom-Zug aus Bremen Anzeichen für eine Ebola-Infektion.

Ausnahmezustand am Hamburger Hauptbahnhof: Vermutet wurde, dass ein Fahrgast an dem gefährlichen Ebola-Virus erkrankt sein soll. Betroffen war der Zug ME 81910 aus Richtung Bremen, der im Hamburger Hauptbahnhof geräumt und vorüberregehend aus dem Verkehr gezogen wurde. Jetzt die Entwarnung: Der Fahrgast war nicht mit Ebola infiziert.

Was war genau passiert? Das berichtet Metrom auf ihrer Webseite:

"Auf der Fahrt von Bremen nach Hamburg klagte ein Fahrgast über starkes Unwohlsein und Fieber und musste sich mehrfach übergeben. Daraufhin hat unser Kollege um einen Notarzt in Hamburg gebeten.

Aufgrund der ähnlichen Symptome wurde auch die Möglichkeit einer Ebola-Infektion überprüft – und konnte ausgeschlossen werden. Der Seuchenstab der Gesundheitsbehörde wurde nicht aktiv. Der Fahrgast wurde nun zur weiteren Behandlung ins UKE Hamburg gebracht."

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