Größere Dateien im Internet transferieren – kostenlos und kinderleicht

E-Mail-Anhang reicht nicht? Es gibt andere Wege

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Die Nutzung von One-Click-Hostern ist überaus praktisch und legal. Es sei denn, man lädt sich urheberrechtlich geschütze Werke herunter wie Fotos oder Filme.

Uelzen. In Sekunden sind sie beim Empfänger: E-Mails. Nicht nur Text versenden wir blitzschnell mit der elektronischen Post, auch Bilder und kurze Video-Dateien sind kein Problem.

Schwieriger wird’s, wenn wir größere Datenmengen im Netz zugänglich machen möchten – denn E-Mail-Anbieter, die Provider, beschränken grundsätzlich die Dateigröße von E-Mail-Anhängen. Die Beschränkungen reichen bei den gängigsten Providern von vier bis 35 Megabyte pro E-Mail. Abhilfe schaffen so genannte One-Click-Hoster. Nur sollten Anwender bei ihrem Einsatz einiges beachten.

One-Click-Hoster bieten Online-Speicherplatz an. Auf Online-Speicherplatz können wir Dateien, die womöglich zu groß für einen E-Mail-Anhang wären, hochladen und anderen zur Verfügung stellen, in dem wir den Link zum Herunterladen freigeben. Bildlich können wir uns One-Click-Hoster wie ein Bank-Schließfach für Dateien vorstellen, der Freigabe-Link wäre dann der Schlüssel.

One-Click-Hoster gibt es mittlerweile viele. Fast alle bieten ein kostenloses sowie ein kostenpflichtiges Modell an. Gute Erfahrung haben wir mit dropbox.com und auch wetransfer.com gemacht.

Bei den kostenlosen Varianten ist der Speicherplatz in

der Regel begrenzt, häufig auf 2 Gigabyte (2048 Megabyte), und die Geschwindigkeit, mit der wir Dateien hoch- oder herunterladen, gedrosselt. Dennoch reichen die kostenlosen Varianten für einfache Daten-Transfers völlig aus. Die Benutzung erfordert keine besonderen Kenntnisse. Wer sich eine E-Mail-Adresse anlegen kann, der kommt auch mit One-Click-Hostern zurecht.

Wichtig zu wissen: Jeder, der den Link zum Herunterladen einer Datei auf einem One-Click-Hoster kennt, kann diese auch ohne Einschränkung und so oft er möchte herunterladen. Empfehlenswert ist daher, den Freigabe-Link auch nur jenen zugänglich zu machen, denen wir auch tatsächlich Zugriff gewähren möchten. Eine Veröffentlichung in – sagen wir mal – einem Internet-Forum wäre unklug, wenn es um sensible Daten geht. Dateien sollten nach einem Transfer wieder beim One-Click-Hoster gelöscht werden.

Versiertere Nutzer können Dateien vor dem Hochladen auf Online-Speicher mit sogenannten Archiv-Programmen wie WinZip oder WinRAR „packen“ und verschlüsseln. Nur wer dann den Link zum Herunterladen und das Passwort zum Entschlüsseln der Datei kennt, erhält vollen Zugriff.

Die Nutzung von One-Click-Hostern ist überaus praktisch und legal – es sei denn, man lädt urheberrechtlich geschützte Werke (Musik, Filme) auf den Online-Speicher hoch und verbreitet diese durch Freigabe des Download-Links. Das wäre eine klare Urheberrechtsverletzung,

Fazit: One-Click-Hoster sind der Weg, Dateien , die zu groß für den E-Mail-Anhang wären, im Netz zugänglich zu machen. Dabei bedarf es keiner besonderen Vorkenntnisse. Wichtig: Dateien nach einem Transfer wieder löschen. Urheberrechtlich geschützte Werke dürfen nicht verbreitet werden.

Von Michael Koch

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