Dütt und datt up Platt

Winderschlussverkoop

Franz soch en nee’e Stä as Verköper. He meen ton Winderschlussverkoop brukt de vieleicht eenen Verköper. He har Glück kräg eene Stä in een Tüchgeschäft. De Chef frög em, ob he ok good reden könn, üm de Wore to verköpen.

Franz, de ganz selten ok mal sün lütgen Sprakfehler har, aber meen, wenn he goode Woor har, brök man nich veel to seggen, mit dan Kopp nicken wär oft beeder, as jüm mit langen quasseln ton köpen to raden.

De Chef nöhm em und sä: „Se sind, wie ik seh, clever und ehrlich, wie könnt dat je mal versöken, se gaht in de Anzugabteilung.“ De Keerls sökt meistens nich so lange rüm as de Froons, de sik vörn Spiegel stellt, fiev Kleeder anpasst und nich köpt. Keerls hebbt dat gornich geern, wenn eener dortwischen qautscht. Wenn de Anzug, dan se verköpen willt, bet’n wied is, und he steiht vörn Spiegel, den möt se hinn’ bet’n trecken, den sitt he. Is he to lütt, ganz apen laten oder blot een Knoop to-maken.

Franz fangt an und verkofft an eersten Dag glieks söben Anzüg. Stolz seggt he ton Chef: „Söbn Aanzüg ve-ve-köfft.“

„Toll“, antwort em de Chef, „so machen sie man weiter.“

Dat geiht nu ok wieder so, Franz verkofft acht, tein, elf Anzüg pro Dag und de Chef meen he wär ne „Verkaufskanone“.

De annern Verköper, de blot een, twee oder dree Anzüg an Mann bringt, ward belütten argerlich, seggt ton Schnieder: „Neih du mal eenen Anzug ut eenen gooden Stoff, een Ärmel ut karierten Stoff, dan annern gestreift, een Böxenbeen, dor nimmst du Fischgrätenmuster, dat anner Been Börsenmuster, de Jack hellgäl, de Böx hellgrön. Wie willt mal sehn ob uns ,Verkaufskanone‘ dan an Mann bringt.“

„So nu zeig uns mal,“ seggt se to Franz, „wenn du düssen Anzug ok ver- köpen kannst, denn bist du wirklich, wie de Chef seggt hett, ne „Verkaufs-kanone“.

Ganz bedeppert meen Franz: „Dat g-g-geiht doch nich, wer s-s-sall dan Anzug kööpen, aber ik ik war, mik Möh gäben.“

Abends kummt he an und seggt: „De de Anzug is ve-ve-kofft.“

Nu staunen aber alle, sülmst de Chef staunt und fragt: „Was hat denn der Kunde gesagt?“

„Do sä nu vull Stolz uns Franz und köm dorbi in stottern: „De, de, de hett seggt: „Passt prima, is een goodet Kostüm, ik will nan Karneval in Köln.“

Carl-Friedrich Bautsch lebt in Groß Hesebeck und ist Plattschnacker aus Leidenschaft.

von Carl Friedrich Bautsch

Kommentare