Bei der Kommunalwahl am Sonntag fallen im Kreis Uelzen wichtige Entscheidungen

79 069 dürfen wählen

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Uelzen/Landkreis. 79 069 Menschen in Stadt und Landkreis Uelzen sind am morgigen Sonntag aufgerufen, neue Kommunalparlamente und einen neuen Landrat zu wählen. Je nach Wohnort können die Wähler bis zu elf Stimmen abgeben.

Die wohl spannendste Personalentscheidung ist die Frage, wer Dr. Theodor Elster als Chef der Uelzener Kreisverwaltung beerben wird. Elster, 25 Jahre zunächst als Oberkreisdirektor und dann als Landrat tätig, geht in den Ruhestand. Für zunächst acht Jahre als neuen Landrat wählen lassen wollen sich Heike Blume (CDU), Jürgen Krumböhmer (SPD), Rainer Fabel (FDP) und Raimund Nowak (unabhängig). Erstmals bei dieser Direktwahl gibt es auf jeden Fall eine Entscheidung schon in der ersten Wahlrunde – also auch ein hauchdünner Vorsprung reicht zum Wahlsieg. Eine Stichwahl zwischen den beiden Kandidaten mit den meisten Stimmen wurde abgeschafft. Spannung verspricht auch die Wahl des Uelzener Stadtrates, in dem SPD und FDP nur mit hauchdünnem Vorsprung regieren. Gleich acht Gruppierungen und ein Einzelbewerber stellen sich hier zur Wahl. Da es keine Fünf-Prozent-Hürde gibt, können je nach Wahlbeteiligung schon einige hundert Stimmen zum Einzug ins Stadtparlament reichen. Interessant wird es auch in den beiden fusionierten Samtgemeinden Aue sowie Bevensen-Ebstorf. In letztgenannter stehen mit Hans-Jürgen Kammer (SPD), Uwe Liestmann (CDU), Rüdiger Proest (FDP) sowie dem parteilosen Torsten Wendt vier Kandidaten zur Wahl. Zwischen zwei Kandidaten müssen sich die Wähler in der Samtgemeinde Aue entscheiden: Der parteilose Harald Benecke tritt gegen den Sozialdemokraten Andreas Dobslaw an. In der Samtgemeinde Rosche hingegen zählt für Samtgemeindebürgermeisterkandidat und Amtsinhaber Herbert Rätzmann nur die Wahlbeteiligung. 25 Prozent der Wahlberechtigten müssen für ihn stimmen, damit er im Amt bleibt. In der Samtgemeinde Suderburg und der Einheitsgemeinde Bienenbüttel werden keine neuen Verwaltungschefs gewählt. Gewählt werden hingegen in allen Samtgemeinden und der Einheitsgemeinde Bienenbüttel neue Ratsgremien. Das betrifft in den Samtgemeinden auch die Gemeinden. Umstellen müssen sich die Wähler der bisherigen Gemeinden Stadensen, Wrestedt und Wieren, denn sie wählen einen neuen Bürgermeister der neuen großen Gemeinde Wrestedt.

Von Thomas Mitzlaff und Jörn Nolting

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