Auf dem JuZ-Gelände sollen Senioren-WGs und 70 neue Arbeitsplätze entstehen

DRK-Quartier wächst weiter

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Das Grundstück mit dem Jugendzentrum wird an das DRK verkauft.

Uelzen. Der DRK-Kreisverband wird in den nächsten Jahren seinen Standort an der Ripdorfer Straße in Uelzen weiter ausbauen.

Dafür möchte das DRK von der Stadt Uelzen das Gelände kaufen, auf dem derzeit noch das Jugendzentrum steht, der Kinderschutzbund zu finden ist und die Jugendhilfe Uelzen Werkstätten unterhält. Der Verwaltungsausschuss der Stadt hat dem Verkauf des Geländes an das DRK am Montag zugestimmt, wie Bürgermeister Jürgen Markwardt gestern informierte. Das letzte Wort hat der Stadtrat bei seiner Sitzung im Mai.

Entstehen soll auf dem Grundstück unter dem Projektnamen „Wohnen und Leben im Quartier“ eine Einrichtung, die die Lücke zwischen selbstständigem Wohnen und der Unterbringung in einem Altenheim schließt, erläutert Heinz Meierhoff, Vorstandsvorsitzender und Geschäftsführer des DRK-Kreisverbandes, im AZ-Gespräch. Es würden mehrere Wohngemeinschaften geschaffen, in denen insgesamt bis zu 72 ältere Menschen Platz finden könnten. Das Haus soll zudem über die Möglichkeiten einer medizinischen und pflegerischen Betreuung verfügen. Meierhoff sprach von einer Weiterentwicklung bisheriger Konzepte, beispielsweise dem Betreuten Wohnen oder den klassischen Altenheimen. „Wir wollen nicht in Konkurrenz zu den vorhandenen Einrichtungen treten“, so Meierhoff, der bei dem Projekt noch nicht ins Detail gehen wollte.

Wenn von Seiten der Stadt der Kauf des Grundstückes ermöglicht worden sei, würde das DRK an die Planer und Architekten herantreten, um das Vorhaben zu konkretisieren, so Meierhoff. Es sei sicher eine Investition im „Millionenbereich“. Mit der Einrichtung sollen in Uelzen 70 neue Arbeitsplätze und sieben Ausbildungsplätze entstehen.

Das DRK unterhält an der Ripdorfer Straße bereits den Stützpunkt für ambulante Pflege, mit dem täglich bis zu 400 Patienten betreut würden. Es gibt Wohnungen mit Pflege- und Betreuungsangeboten mit insgesamt rund 110 Mietern. Noch im Bau befindet sich ein DRK-Haus mit acht Wohnungen und einem Ärztezentrum, das ab dem 1. Juli bezogen werden soll.

Von Norman Reuter

Einen weiteren Artikel zum Abriss des Jugendzentrums lesen Sie am Mittwoch im E-Paper und in der Printausgabe der AZ.

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