DRK-Helfer am Limit

Immer mehr Hilfsanfragen: Uelzener Verband muss sie ablehnen

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DRK-Mitarbeiter waren die letzten Tage im Dauereinsatz.

nre Uelzen. Die ehrenamtlichen Helfer im Landkreis Uelzen wissen eines mit Gewissheit: Verlässliche Aussagen im Zusammenhang mit der Ankunft von Flüchtlingen in Deutschland gibt es nicht.

Die Erfahrungen der vergangenen Tage lehrte sie dies – und führte sie inzwischen an ihre Grenzen.

Die Ehrenamtlichen reagierten auf immer neue Meldungen des niedersächsischen Innenministeriums zu immer weiteren Zugankünften, schaufelten sich Zeit frei, um dann über Stunden auf den eigentlichen Einsatz zu warten. Das hatte bereits Folgen: Nach Stunden des Ausharrens haben am Mittwoch die meisten Dolmetscher, die vom CJD und der Diakonie für die freiwillige Aufgabe gewonnen werden, den Bahnhof verlassen, noch bevor der Flüchtlingszug eintraf (AZ berichtete). Jetzt musste auch der Uelzener Kreisverband des Deutschen Roten Kreuzes auf die Belastung reagieren. Er sieht sich mit immer mehr Anfragen aus benachbarten Landkreisen konfrontiert – auch, weil dort die Kräfte aufgebraucht sind. Die DRK-Teams erhoffen sich aus Uelzen eine Unterstützung bei der Bewältigung der Aufgaben im Zusammenhang mit den Flüchtlingsankünften. „Wir müssen diese Anfragen zurzeit ablehnen“, sagt DRK-Sprecherin Meike Karolat im AZ-Gespräch. Am Dienstag seien die Uelzener beispielsweise gefragt worden, ob sie eine medizinische Erstsichtung von Flüchtlingen in Aufnahmezentren in Lüneburg und Dannenberg übernehmen könnten. Um Kräfte zu sparen, sei kein Helfer ausgerückt. „Wir müssen jederzeit damit rechnen, dass in Uelzen erneut Flüchtlingszüge ankommen“, so Karolat.

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