Schleuser-Bande: Staatsanwaltschaft Traunstein startet neues Verfahren gegen einen weiteren Verdächtigen

Dritter Uelzener im Fokus der Ermittler

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dib Uelzen/Traunstein. Die Staatsanwaltschaft Traunstein ermittelt gegen einen weiteren Uelzener, der in die Machenschaften einer Schleuser-Bande verstrickt zu sein scheint.

Sein Fall wird unabhängig von den beiden Uelzenern verhandelt, die wie berichtet in der vergangenen Woche von dem Landgericht Traunstein verurteilt worden waren. Ein 31-Jähriger hatte wegen gewerbsmäßigen Einschleusens von Ausländern nach Deutschland eine Freiheitsstrafe von dreieinhalb Jahren erhalten, ein 38 Jahre alter Mann war wegen Beihilfe zum Versuch der Einschleusung zu einer Geldstrafe verurteilt worden. Die dritte Person ist nach Angaben der Staatsanwaltschaft Traunstein ein Mann aus dem Landkreis Uelzen unter 30 Jahren, der bei einer groß angelegten Durchsuchungsaktion im Mai 2012 ebenso wie die anderen vorläufig festgenommen worden war, ein vorläufiger Haftbefehl war gegen ihn nicht ausgesprochen worden.

Der Verdächtige spielt beim Einschleusen nach Vermutung des Pressesprechers der Staatsanwaltschaft, Dr. Robert Schnabl, eher eine geringere Rolle. Die Vorwürfe würden geringfügiger ausfallen, deutet er an, möchte aber wegen der noch laufenden Ermittlungen keine konkreten Auskünfte dazu geben. Ein Ergebnis des anstehenden Verfahrens liege voraussichtlich im April vor.

Die Schleuser, die bereits verurteilt wurden, haben in einem Netzwerk zusammengearbeitet, als sie die Schleusung von Syrern und anderen Staatsangehörigen gegen hohe Geldsummen nach Deutschland organisierten. Die Uelzener selbst galten aber als primäre Ansprechpartner vor Ort für diese illegalen Aktionen, bekräftigt Schnabl.

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