Prozess nach Sparkassen-Raub in Westerweyhe: Mutmaßlicher Täter wollte mit Beute Schulden bezahlen

Dritter Angeklagter gesteht Überfall

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Die Beteiligung am Sparkassen-Raub in Westerweyhe hat ein weiterer Angeklagter am Freitag im Landgericht Lüneburg gestanden.

Uelzen-Westerweyhe/Lüneburg. Wer die Idee zu dem Überfall auf die Sparkasse Westerweyhe im März 2014 hatte, für den sich vier Angeklagte im Alter von 20, 22, 25 und 28 Jahren vor dem Landgericht Lüneburg verantworten müssen, ist noch nicht geklärt.

Doch inzwischen hat auch der dritte der vier Männer seinen eigenen Tatbeitrag ausführlich dargestellt. „Ich weiß genau, dass ich überprüft habe, dass keine Patrone im Lauf ist. Wir wollten ja niemanden verletzen“, sagte der 28-Jährige vorgestern vor Gericht.

Dass sie dennoch jemanden verletzt haben, zumindest seelisch, ist nun zweien der beiden Angeklagten klar geworden. Sie zeigten am Verhandlungstag Reue und versuchten, sich bei den Mitarbeitern der Sparkasse für die Tat und den Schock, den sie ihnen zugefügt hatten, zu entschuldigen. „Ich habe in der Haft viel nachgedacht. Es ist mir bewusst geworden, wie dumm es war, so etwas zu tun“, sagte der 20-Jährige. Zuvor hatte er auf die Frage des Vorsitzenden Richters Axel Knaack nach dem Motiv erklärt, er habe gedacht, er könne seine Schulden von etwa 1000 Euro loswerden und noch einmal ganz von vorne anfangen. Er sei arbeitslos, könne seine laufenden Kosten nicht selbst tragen. [...]

Von Angelika Jansen

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