Agility-Team-Sportverein Uelzen lädt zum 18. Hunderennen / Chenaya gewinnt hauchdünn

Drei Sprinter auf vier Beinen

Wer ist der Schnellste im ganzen Land? Ob Rhodesian Ridgeback, Sheltie oder Pudel – am Hunderennen durften alle Rassen teilnehmen. Fotos: Kaiser

Uelzen-Oldenstadt. „Ein Leben ohne Hund ist ein Irrtum“, war sich der Dichter Carl Zuckmayer sicher. Wie viele Menschen das genauso sehen, davon überzeugten sich die Besucher auf dem Hundeplatz des Agility-Team-Sportvereins Uelzen.

Auch wenn der Wettergott keine Milde walten ließ und es sich ab Mittag richtig einregnete, waren genau 100 Hunde zum 18. Hunderennen aller Rassen angemeldet worden.

Dass Hundebesitzer trotz Regens nicht so schnell den Humor verlieren, wurde schnell klar. Einige Stände, von Hundebedarf bis Uelzener Tiertafel, Bratwurst, Kaffee und Kuchen und ein Plausch zum Thema: „Natürlich kann man auch ohne Hund leben, aber es lohnt sich nicht.“ (Heinz Rühmann).

Die Sprintstrecke ging über die Distanz von 50 Metern, gemessen wurde absolut akkurat mit Lichtschranke. Hei, da wirbelten die Beine, lange und kurze, da flogen die Hundeohren. In den Pausen bewiesen die Vereinsvorsitzende Elfie Rabe und zahlreiche andere Teilnehmer, was ein Hund alles lernen kann. Denn Fakt ist: Hinter jedem Rüpelhund steht ein unfähiges Herrchen (oder Frauchen). Gehorsams- und Unterordnungsübungen sind nicht schwer und für den Kleinsten – oder gerade für den – ein Muss. Mit dem neu eingeführten Hundeführerschein für Ersthund-Besitzer wird diese Erkenntnis mehr und mehr Raum greifen. Ein gehorsamer Hund sollte eine Selbstverständlichkeit sein. Das ist die Pflicht. Die Kür kommt danach und heißt Agility! Bei diesem Hindernisparcours beginnen die einfachsten Übungen bei der Stufe Null, die Hohe Schule hat die Stufe drei. Elfie Rabe läuft nach dieser Stufe A3 mit ihrem weißen Großpudel und – es ist auch ein ästhetischer Anblick.

Der Uelzener Verein (www.agilityverein-uelzen.de oder Kontakt über: rabe.j@t-online.de) hat derzeit 18 Mitglieder. Um auf dem Platz am Meilereiweg zu üben, muss man jedoch kein Mitglied sein. „Wir machen Agility just for fun oder auch für die Turnierausbildung“, sagen Elfie Rabe und ihr Mann. Es gibt Angebote für Hunde-Spiel-und-Abenteuer und eine rege siebenköpfige Jugendgruppe, die sich dem Dog-Dancing verschrieben hat, was ein zusätzlicher Spaß ist. Für den Zuschauer und für den Hund.

Die schnellste Zeit verbuchten die folgenden drei Vierbeiner: Chenaya, ein Bordercollie-Mix (Besitzerin Frenzi Pietsch aus Wittingen) mit 3,525 Sekunden, Großpudel Celine (Martina Schmidt aus Jüber/Altmark) benötigte 3,669 Sekunden und Kleinpudel Ayk (Katharina Sievers aus dem Agility Verein Uelzen) schaffte 3,669 Sekunden.

Und vielleicht denken Hundefreunde und auch die Skeptiker bei ihrer nächsten Begegnung mit einem Hund an Loriot: „Ein Leben ohne Hund ist möglich, aber sinnlos.“

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