Westerweyhe: Stadt prüft Spielräume

Drei Optionen für Entlastung

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Die Ortsdurchfahrt Westerweyhe wird samt Nebenanlagen erneuert.

nre Uelzen-Westerweyhe. Nachdem die Uelzener Stadtverwaltung angekündigt hat, verschiedene Modelle für eine Beteiligung von Anliegern an den Kosten für den Ausbau der Westerweyher Ortsdurchfahrt prüfen zu wollen (AZ berichtete), nennt die Stadt nun auch Beispiele, wie sich die Belastungen für die Betroffenen verringern lassen könnten.

Vorstellbar sei der Verzicht auf einzelne Elemente wie die Straßenbeleuchtung. Geklärt werde auch, ob ein gesetzlicher Handlungsspielraum bei der Berücksichtigung der Grundstücksgrößen besteht. Dazu führt Stadtbaurat Karsten Scheele-Krogull aus: „Es ist rechtlich vorgesehen, dass die Anliegerkosten maßgeblich nach der Grundstücksgröße festzusetzen sind. Und in Westerweyhe gibt es sehr große Grundstücke. “.

So haben 17 der 85 Anlieger der Westerweyher Hugo-Steinfeld-Straße und der Straße „Altes Dorf“ einen Betrag zwischen 10 000 Euro und 56 000 Euro zu zahlen. Der Anteil der Anwohner liege mit 4 bis 4,50 Euro pro Quadratmeter im Durchschnitt, so Scheele-Krogull. Eine mögliche Option, um die Anlieger zu entlasten, sei auch, die Vorausleistungen von den geplanten 70 Prozent niedriger zu halten und die Endabrechnung etwas später als August zu starten, sodass die Betroffenen mehr Zeit hätten, sich auf die Zahlungen einzustellen.

Der Westerweyher Ortsrat, so teilt die Stadt mit, werde sich noch einmal kurzfristig mit der Ortsdurchfahrterneuerung befassen, um über die Möglichkeiten der Entlastungen zu beraten.

Die Uelzener Stadtverwaltung rechnet für die Erneuerung der 40 Jahre alten Ortsdurchfahrt mit rund 2,2 Millionen Euro Kosten. Die Anlieger müssen sich nach derzeitigem Stand mit 30 Prozent an den Gesamtkosten der Straße, mit 40 Prozent an der Beleuchtung und der Entwässerung und mit 50 Prozent am Bürgersteig beteiligen. Mit der Prüfung möglicher Entlastungen reagiert die Stadt auf massive Kritik von Anwohnern.

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