Bürgerverein für Masendorf, Molzen und Riestedt soll morgen gegründet werden

Was ein Dorfleben ausmacht

Mit der Schließung des Bäckerlädchens in Molzen ist ein weiterer Treffpunkt verschwunden – ein Bürgerverein soll das Miteinander in Masendorf, Molzen und Riestedt stützen. Foto: Wendlandt

Masendorf/Molzen/Riestedt. Sie gehören zusammen, doch eine wirkliche Verzahnung gibt es zwischen den Orten Masendorf, Molzen und Riestedt nicht. Das muss sich ändern, lautet das einhellige Credo der örtlichen Politiker.

Und deshalb haben die Abgeordneten des Ortsrates, der die drei Uelzener Stadtteile vertritt, eine Idee entwickelt: die Gründung eines überörtlichen Bürgervereins. Am morgigen Freitag soll aus der Idee nun Wirklichkeit werden – um 19. 30 Uhr sind alle Interessierte – auch solche, die nicht in den drei Ortschaften wohnen – zur Gründungsversammlung eines solchen Bürgervereins in der Molzener Grundschule willkommen.

Der Versammlungsort, so verrät Ortsbürgermeister Henning Gröfke, spräche schon Bände über die aktuelle Situation in Masendorf, Molzen und Riestedt. „Wir haben außer dem Gasthaus Rehn in Masendorf keinen richtigen Versammlungsort mehr“, bedauert er. Der letzte Treffpunkt steht seit wenigen Tagen nicht mehr zur Verfügung: das Bäckerlädchen in Molzen, das geschlossen wurde. „Damit haben wir nun gar nichts mehr. Uns bleibt im Moment nur die Schule als Versammlungsort“, so Gröfke.

Aufgabe des neuen Vereins soll zwar nicht gleich der Bau eines Dorfgemeinschaftshauses sein, wohl aber die Verbesserung der Lebensqualität und des Zusammenlebens in den Orten. Das Miteinander soll die Eigeninitiative eines Jeden fördern, soziale Verantwortung und Nachbarschaftshilfe wachsen lassen. „In anderen Ortschaften“, weiß der Bürgermeister, „gibt es solche Vereine bereits und sie leisten hervorragende Arbeit.“ Viele Masendorfer, Molzener und Riestedter seien zwar schon in Vereinen aktiv oder engagierten sich in Feuerwehr, Kirche, SoVD oder DRK. „Aber es gibt ja auch welche, die nicht unbedingt in der Feuerwehr Mitglied sein möchten“, nennt Henning Gröfke beispielhaft. Ein Bürgerverein, so ist es gedacht, wäre übergeordnet und könnte alle Facetten des Engagements zusammenführen. Und er soll auch andere Mitbürger, die bislang noch nicht aktiv sind, einladen, sich für die Weiterentwicklung der Orte einzusetzen. Eines stellt der Ortsbürgermeister von vornherein klar: „Es soll kein Verein des Ortsrates werden.“ Man lade zwar zur Gründung ein, danach aber sollen die Bürger den Verein mit Leben füllen. Als mögliches Projekt für den Verein sieht Henning Gröfke zum Beispiel, dass ein Angebot für Jugendliche der Orte geschaffen wird. Doch auch Ideen für die Arbeit sollen morgen Abend gemeinsam gesammelt werden. Der Bürgermeister bringt die Kernaufgabe des neuen Bürgervereins so auf den Punkt: „Es soll um alles gehen, was ein Leben auf dem Dorf ausmacht.“ Wer weitere Infos haben möchte, findet im Internet unter anderem den Vereinssatzungsentwurf: www.MaMoRie.de.

Von Ines Bräutigam

Kommentare