Diskussion über frei laufende Hunde in Westerweyhe

Fliegende Pfoten auf Festplatz verboten

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Uelzen-Westerweyhe. So sehr sich Herrchen und Frauchen an ihrem Anblick auch erfreuen mögen: Frei laufende Hunde lassen nicht jedermanns Herz höher schlagen. In Westerweyhe ist zurzeit eine öffentliche Diskussion darüber entbrannt, wann, wo und ob überhaupt die Vierbeiner ohne Leine herumtollen sollen.

Denn derzeit lassen Hundehalter ihren Lieblingen gern auf dem Festplatz Auslauf. Ein Vorfall hat nun dazu geführt, dass dem ein Ende bereitet werden soll, wie in der vergangenen Ortsratssitzung deutlich wurde.

Eine Bürgerin nämlich hat kürzlich eine unliebsame Bekanntschaft mit einigen Hunden gemacht: Die unangeleinten Vierbeiner auf dem Festplatz seien plötzlich auf sie zugelaufen und hätten sie angesprungen, hatte sie dem Ortsrat in einer früheren Sitzung geschildert. Und der sieht sich nun in der Pflicht zu handeln. „Andere haben sich schon über ähnliche Vorfälle beschwert“, weiß nämlich Ortsbürgermeister Hans-Jürgen Stöcks.

Natürlich müssten Hunde auch frei herumlaufen dürfen, betont er. Aber dort, wo es angebracht und erlaubt ist. Und weil es sich bei dem Westerweyher Festplatz unstrittig um eine städtische Grünfläche handele und auf selbigen laut Satzung der Stadt Uelzen Hunde angeleint zu sein hätten, wie Silke Weidenhöfer, Leiterin der Uelzener Planungsabteilung, den Ortsratsmitgliedern und deren Sitzungsgästen erklärte, sei die Lage von Rechts wegen klar, findet Stöcks. „Wenn sich welche gestört fühlen und sie haben das Gesetz auf ihrer Seite, dann sind sie nun mal im Recht“, bringt es der Ortsbürgermeister auf den Punkt.

Doch er appelliert „an die Einsichtsfähigkeit“ aller Beteiligten und hofft, „dass unter vernünftigen Leuten auch vernünftige Lösungen möglich sind“. Eine dieser Lösungen könnte der Weg zwischen dem Rießelkamp und dem Netto-Discounter sein, sagt er. Hier wäre eventuell Platz, um Hunde frei laufen zu lassen. Schon im Vorfeld geäußerte Bedenken, man müsse sich dann nur wieder um die Hinterlassenschaften der Vierbeiner kümmern, will Stöcks erst einmal zurückgestellt wissen. „Man muss sehen, wie die Situation dann tatsächlich ist.“

Derzeit prüft aber auch das Grünflächenamt der Stadt Uelzen, ob es andere Möglichkeiten für die Hundehalter gibt, ihren treuen Freunden Auslauf zu gewähren. Derzeit allerdings, so wusste Silke Weidenhöfer in der Ratssitzung zu berichten, gebe es keine städtischen Grünflächen, auf denen das erlaubt wäre. Ihr Appell: Hundehalter mögen sich an Privatleute wenden, die möglicherweise geeignete Flächen haben oder sich aber einem Hundeverein anschließen.

Ein Westerweyher Hundehalter derweil betonte, dass es anderswo doch auch möglich sei, Grünflächen für frei laufende Hunde zu schaffen. Er schlug vor, eine zeitlich begrenzte Nutzungserlaubnis des Festplatzes in Erwägung zu ziehen. Ein Entgegenkommen werde dann natürlich beiderseitig erfolgen, betonte er. „Man wäre dann ja auch bereit, Reinigungsaktionen durchzuführen“, sagte er.

Am 25. Juni werden die Mitglieder des Kirch-/Westerweyher Ortsrates erneut zu dem Thema beraten – bis dahin sollen auch Vorschläge der Stadt Uelzen vorliegen.

Von Ines Bräutiam

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