Französischer Pkw nervt Autofahrer an der B4

„Dieses Auto ist Abfall“

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In Kürze soll der auf dem Seitenstreifen stehende französische Pkw abgeschleppt werden.

ma Uelzen-Holdenstedt. Dieses Auto nervt die Autofahrer, die Polizei, die Straßenmeisterei: An der B4 im Bereich Holdenstedt im Seitenstreifen abgestellt, fristet es seit Ende September sein Dasein, verleitet so manchen Autofahrer, der es noch nie zuvor gesehen hat, zum – vorsichtigen – Abbremsen.

„Ein strafrechtlicher Hindergrund besteht nicht und der Pkw stellt auch keine Gefahrensituation als solche dar,“ so Kai Richter, Pressesprecher der Polizei Uelzen-Lüneburg. 

Soll heißen, dass es keinen Hinweis darauf gibt, dass das Auto gestohlen wurde. Der Versuch, den Halter des Fahrzeugs zu ermitteln, sei fehlgeschlagen, somit besteht seitens der Polizei kein weiterer Handlungsbedarf. Den aber hat die Straßenmeisterei in Holdenstedt. „Irgendwann müssen wir entscheiden, dass es sich bei dem Fahrzeug um Abfall handelt und es abschleppen lassen,“ sagt Manuela Kapak-Wendt, Leiterin der Straßenmeisterei. Doch damit allein ist es nicht getan, denn der Wagen muss anschließend ja auch noch irgendwo untergestellt werden. Das ist natürlich mit Kosten verbunden und die fallen –sollte sich der Halter nicht melden oder doch noch ausfindig machen – letztlich dem Staat und damit dem Steuerzahler zu. Und irgendwann wäre dann schließlich auch die Schrottpresse gefragt. Aber wann? 

Das sei gesetzlich nicht geregelt, sagt Manuela Kapak-Wendt, was das Zögern der Straßenmeisterei in dieser Sache erklärt. Denn was tun, wenn sich kurz nach dem Verschrotten des Autos dessen Halter meldet? Dennoch will die Straßenmeisterei nicht mehr allzu lange warten, eine Entscheidung über das Abschleppen werde in Kürze fallen. Solche Fälle seien überhaupt eher selten, so Kapak-Wendt, ,,das haben wir ewig nicht gehabt.“ Einmal hatte es gegolten, einen abgestellten Wohnwagen zu beseitigen, „aber der hatte wirklich nur noch Schrottwert.“

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