Uelzener Kirchenkreistag berät über neue Satzung / Bericht zum Stand der insolventen gGmbH

Diakonie: Fusion zum 1. Januar

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Aufbau eines gemeinsamen Hauses: Die Uelzener Diakonie und der Diakonieverband Lüneburg/Bleckede fusionieren zum 1. Januar 2013. Nach derzeitiger Planung sollen in Uelzen alle Einrichtungen erhalten bleiben, einzelne Stellen werden jedoch gekürzt.

Uelzen. Der Zusammenschluss des Uelzener Diakonischen Werkes mit dem Diakonieverband Lüneburg/Bleckede rückt näher. Auf der morgigen Sitzung des Kirchenkreistages im Gemeindehaus St. Johannis in Uelzen steht der Beitritt zum gemeinsamen Diakonieverband auf der Tagesordnung.

Die Mitglieder werden über eine Satzung für den gemeinsamen Diakonieverband Nordostniedersachsen beraten, in der die jeweiligen Bedingungen festgelegt sind. Die Kirchenkreistage in Lüneburg und in Bleckede haben sich auf ihren Sitzungen bereits für diese neue Satzung entschieden.

Vor anderthalb Jahren war in Uelzen bereits die Entscheidung über eine Fusion der Diakonien gefallen, die zum 1. Januar 2013 erfolgen soll. „Die Idee ist, dass wir uns zusammenschließen, weil wir Sorge dafür tragen wollen, dass die diakonische Arbeit auf Dauer gesichert ist“, erklärt Gabriel Siller, der schon seit über drei Jahren als Geschäftsführer für die Uelzener Diakonie sowie für den Diakonieverband Lüneburg/Bleckede zuständig ist. Dabei ist ihm besonders wichtig: „Es wird durch den Zusammenschluss keine Einrichtung in Uelzen geschlossen“, sagt er auf AZ-Nachfrage.

Rund 70 000 Euro werden dem Diakonischen Werk des Kirchenkreises Uelzen ab 2013 fehlen, im Verband Lüneburg/Bleckede werden die Mittel von der Landeskirche um rund 100 000 Euro sinken. Eine Lösung für die Zukunft sieht Siller in der stärkeren Zusammenarbeit mit den diakonischen Einrichtungen in den Nachbarkirchenkreisen Lüneburg und Bleckede. So wird es voraussichtlich in Uelzen ab Januar nur noch eine Stelle in der Ehe- und Lebensberatung geben, eine weitere Angestellte geht in den nächsten Wochen in den Ruhestand, deren Platz nicht neu besetzt wird (AZ berichtete). Auch in der Bahnhofsmission wird gekürzt. Mit einer halben Stelle – statt wie bisher 30 Stunden – wird Wolfgang Scholz künftig die Leitung innehaben und eine weitere Mitarbeiterin mit zehn Stunden tätig sein. „Dort haben wir sehr viele Ehrenamtliche, die mitarbeiten – das wollen wir auch weiterentwickeln“, sagt Siller.

Aus der Geschäftsführung, die mit einem geringen Anteil in Uelzen und dem Haupt-Teil im Diakonieverband Lüneburg/Bleckede angegliedert war, wird eine Gesamtstelle. „Es wurde geklärt, dass ich die Geschäftsführung weiterführe“, berichtet er.

Das diakonische Angebot im Kirchenkreis Uelzen hat seit 2009 schon viele Einschnitte erlebt. Nach Insolvenz der gemeinnützigen Diakonie GmbH wurden Bereiche von anderen Gesellschaften übernommen. Über den aktuellen Stand zur Insolvenz wird auf der morgigen Sitzung, die um 17 Uhr beginnt, ebenfalls berichtet.

Von Diane Baatani

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