Diakone fürchten Kürzung

Die Diakone im Kirchenkreis Uelzen ziehen eine positive Bilanz: Immer mehr Kinder nehmen an ihrem Angebot teil. Den Kinderkirchentag in Oldenstadt besuchten etwa 200 junge Gäste. Archivfoto: Fuge

Uelzen/Landkreis. Im Kirchenkreis Uelzen gibt es derzeit 4,5 Diakon-Stellen. Davon entfallen anderthalb auf den Kirchenkreisjugenddienst, die Rüdiger Sawatzki und Tobias Schneider besetzen. Insgesamt drei Stellen gibt es für die Regionaldiakone im Kirchenkreis.

Wie viele Diakone künftig noch vorgesehen sind, ist nach Angaben des Kirchenkreisamtes noch offen. Da der Kirchenkreis jedoch wegen der Sparvorgaben der Landeskirche Hannover bis 2016 insgesamt rund fünf Prozent an Ausgaben einsparen muss, rechnet Amtsleiter Ralf Bode auch mit Kürzungen in diesem Bereich.

An den Vorarbeiten für die Stellenplanung sind im Rahmen von Kompetenzgruppen die Diakone selbst beteiligt. So beraten in der Gruppe „Kirchliche Arbeit mit Kindern und Jugendlichen“ Diakone mit Vertretern aus dem Jugendparlament des Kirchenkreises, welche Personal- und Sachkosten in ihrem Bereich zur Zeit verbraucht werden und durch welche Maßnahmen gespart werden kann.

Zehn Diakone sind im Kirchenkreis an verschiedenen Positionen im Einsatz. Sie stellten sich auf der jüngsten Sitzung des Kirchenkreistages vor und präsentierten eine neue Broschüre des Uelzener Diakonenkonvents, mit der ihre Projekte und die Notwendigkeit ihrer Arbeit deutlich werden soll. Ihre Aufgaben reichen von der Arbeit mit Kindern und Konfirmanden bis zu Beratungen und Fortbildungen von Kindern im Kirchenkreis. Einige Diakone sind für bestimmte Regionen, in denen mehrere Kirchengemeinden zusammengefasst sind, oder in Einrichtungen im Diakonischen Werk tätig. Vor allem sehen die Diakone ihren Erfolg darin, den Nachwuchs an die Kirche und den Glauben heranzuführen – offensichtlich mit Erfolg. Die Zahlen der Kinder bei Kinderbibeltagen, Kinderferienkirche, St.-Martin-Umzug, Mittagstisch und Hausaufgabenbetreuung steigen nach Angaben des Diakonenkonvents in vielen Gemeinden an. 100 Andachten und Gottesdienste im Jahr 2010 hat die Evangelische Jugend mit Diakonen organisiert. Es nehmen immer mehr Jugendliche und Kinder an Freizeiten, die von Diakonen begleitet werden, teil.

Doch trotz dieser positiven Bilanz sehen einige Diakone Schwierigkeiten in den Strukturen. Die Regionaldiakone sind für mehrere Kirchengemeinden tätig, die eine Region bilden. „Es ist schwierig, weil ich keinen richtigen Ansprechpartner habe“, sagte Antje Meyer von der Uelzener Region Mitte, zu der St. Marien, St. Petri, St. Johannis, Veerßen, Oldenstadt und Kirch-/Westerweyhe gehören. In vielen Regionen arbeiten die Kirchengemeinden noch nicht zusammen, die Diakone bieten ihre Projekte jedoch häufig gemeindeübergreifend an.

Das Konzept der Regionalisierung, die einen engen Austausch der zusammengeschlossenen Kirchengemeinden erlaubt, besteht seit zehn Jahren. „Seit drei Jahren ist es immer wieder im Gespräch, dass die Struktur in der Region so schwierig ist“, betonte Pastor Ulrich Hillmer bei der Kirchenkreistagssitzung und forderte auf, eine Lösung zu suchen.

Von Diane Baatani

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