Dezentrale Streusalz-Lager?

+
Weil das Lager der Straßenmeisterei Holdenstedt nur 800 Tonnen Streusalz fasst, schlägt Landtagsabgeordneter Jörg Hillmer vor, weitere Hallen im Kreisgebiet für die Salzlagerung zu nutzen.

bs Uelzen/Landkreis. Massenhaft Schnee und Eis auf den Fahrbahnen und dazu fehlende Streusalzvorräte hatten im Dezember die Arbeit der beiden Straßenmeistereien im Kreis Uelzen erschwert. Jetzt steht der Region möglicherweise ein weiterer Wintereinbruch bevor. Vor diesem Hintergrund hat der heimische CDU-Landtagsabgeordnete Jörg Hillmer jetzt ein Gespräch mit der Leiterin der Straßenmeisterei Holdenstedt, Manuela Kapak-Wendt, und dem Leiter der Straßenbaubehörde Lüneburg, Dirk Möller, über den Winterdienst geführt.

800 Tonnen Streusalz fasst das Lager der für Bundes- und Landesstraßen zuständigen Meisterei in Holdenstedt. Sie liegen zu Beginn des Winterdienstes bereit. „Jede Straßenmeisterei wird entsprechend der Kilometerzahl der zu betreuenden Straßen gleichermaßen mit Vorrat bedacht“, sagt Möller. Nachschub werde bestellt, sobald das erste Salz entnommen sei. „Das bewährt sich in unseren Wintern mit normalerweise vereinzeltem Schneefall und Eisglätte.“

Bei dem zurückliegenden massiven und lang anhaltenden Schneefall sei aber zunächst ein Streusalz-Engpass entstanden. „Selbst ein Lager von 2000 Tonnen würde bei so einem Wetter nicht ausreichen. Denn in diesem Winter sind rund 3500 Tonnen Streusalz für die Bundes-und Landesstraßen im Kreis Uelzen nötig, so viel wie nie zuvor“, erläutert Kapak-Wendt.

Die Gesprächsteilnehmer waren sich einig, dass es übers Ziel hinausschießen würde, das Lager der Straßenmeisterei für eine solche Menge auszubauen. Zumal das Salz nicht über Jahre gelagert werden könne. Trotz Gegenmaßnahmen würde es nämlich langfristig verklumpen.

Deshalb regte Hillmer flexiblere Lösungen für den Winterdienst an. „Bisher ist die Lagerung von Salz immer auf die Halle der Straßenmeisterei konzentriert. Denkbar sind aber auch Zwischenlagerungen in anderen Hallen im Landkreis“, schlug Hillmer vor. Er bot zudem an, diese Maßnahme im Verkehrsministerium in Hannover zum Thema zu machen.

Den Vertretern von Straßenmeisterei und -behörde riet Hillmer außerdem, sich mit dem örtlichen Maschinenring Uelzen-Isenhagen in Verbindung zu setzen, um für den Straßenräumdienst zusätzliche Fahrzeuge von Landwirten oder Unternehmern in Reserve zu haben. „So könnten mit relativ geringem Mehraufwand Kapazitäten gesichert werden, die der Verkehrssicherheit und allen am Winterdienst Beteiligten zugute kommen würden.“

Kommentare