Vorschlag zum Auslaufen der Zuckermarktordnung abgelehnt / Regionalvertreter wiedergewählt

„Das war das Jahr der Rübe“

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Zwischen sechs und zehn Prozent mehr Zucker pro Hektar hat die Produktion der Rübenanbauer im Vergleich zu den vergangenen Jahren zugelegt.

Uelzen. Auf der Winterversammlung der Nordzucker AG und des Rübenanbauer- und Aktionärsverbandes Nord in Uelzen bestätigten die Vertreter die positive Bilanz der abgeschlossenen Rübenverarbeitungskampagne (die AZ berichtete).

Georg Sander

„Das war das Jahr der Rübe“, freuten sich Georg Sander, Rübenmanager Werk Uelzen der Nordzucker, und Eckhard Hinrichs, der Vorsitzende des Rübenanbauer- und Aktionärsverbandes, unisono. Sander verwies noch einmal auf die kleineren und größeren technischen Probleme und stellte einen Investitionsplan mit einem Volumen von über 13 Millionen vor. „Schnitzelschnecke, Extraktionsmaische und Schwarzfall verursachten Ausfälle von sogar einmal bis zu 14 Tagen (die AZ berichtete). Lieferungen mussten auf andere Werke umverteilt werden.

Ein Überblick und fachlicher Austausch zu Anbauerthemen wie Mietenpflege, Rodeverluste, Vor- und Nachteile der Früh- und Spätlieferung, aber auch Zahlungsmodalitäten von Preisverhandlungen bis zu Ausgleichs- und Bonuszahlungen kamen zur Sprache. „Sprechen Sie uns an, wenn es Fragen gibt“, ermunterte Sander im Sinne einer partnerschaftlichen Zusammenarbeit.

Mit knapp 13 Tonnen Zucker ernteten die Rübenanbauer in den Naturräumen Ost und West zwischen sechs und zehn Prozent mehr Zucker pro Hektar als im Schnitt der letzten fünf Jahre, betonte Hinrichs. Rückblickend auf die Rübenkampagne berichtete Stefan Büsching, Geschäftsführer des Rübenanbauer- und Aktionärsverbandes, dass der Verband regelmäßige Kontrollen bei der Bewertung der angelieferten Zuckerrüben vorgenommen habe. „Der Zuckerrübenanbau ist im Vergleich zu vielen anderen Feldfrüchten bei den diesjährigen Erträgen hoch rentabel.“

Doch um die derzeitigen Preise halten zu können, sei die Verlängerung der Zuckermarktordnung bis mindestens 2020 notwendig, betonten die Vertreter der Rübenanbauer. Für eine langfristig gesicherte Zuckerproduktion aus heimischem Zuckerrübenanbau sind stabile politische Rahmenbedingungen unverzichtbar. Der Vorschlag der EU-Kommission, die Zuckermarktordnung 2015 auslaufen zu lassen, werde deshalb von der gesamten Zuckerwirtschaft abgelehnt. Ohne Quotenregelung werde es nur schwer möglich sein, die Verbraucher ausreichend mit heimischen Produkten zu versorgen, sodass die Importabhängigkeit weiter steigen werde.

Bei der turnusgemäß stattfindenden Wahl zur Regionalvertretung des Rübenanbauer- und Aktionärsverbandes Nord wurden Christian Fauteck (Kroetze), Thorsten Herzberg (Kattien), Heinz-Hermann Lenz (Groß Pretzier), Hans-Heinrich Sackmann (Oetzendorf) und Juliane von der Ohe (Haarstorf) im Amt bestätigt.

Von Angelika Jansen

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