Die Chronik des Katasteramt-Schuttberges

Mai 2014: Illegale Parker und ein legaler Erdbeer-Verkaufsstand befinden sich auf dem Gelände. Der Betreiber des roten Wagens direkt am Eingang zur Innenstadt hat den Platz bis zum Ende der Saison gemietet. „Derjenige vom Erdbeerstand ist der einzige Mensch, der nett angefragt hat, was ich dafür haben will“, erklärt Steffen auf AZ-Nachfrage. Die Idee hatte ihm gefallen. Dennoch bleibt das Gelände weiterhin unbenutzt und wurde (noch) nicht verkauft.
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Mai 2014: Illegale Parker und ein legaler Erdbeer-Verkaufsstand befinden sich auf dem Gelände. Der Betreiber des roten Wagens direkt am Eingang zur Innenstadt hat den Platz bis zum Ende der Saison gemietet. „Derjenige vom Erdbeerstand ist der einzige Mensch, der nett angefragt hat, was ich dafür haben will“, erklärt Steffen auf AZ-Nachfrage. Die Idee hatte ihm gefallen. Dennoch bleibt das Gelände weiterhin unbenutzt und wurde (noch) nicht verkauft. (Mehr dazu)
Dezember 2013: Der Schuttberg auf dem Grundstück des ehemaligen Katasteramtes ist seit Monaten verschwunden. Jetzt nutzen Autofahrer die Fläche zum Parken, aber eine Genehmigung zur Nutzung als Parkplatz wurde von der Stadt nicht erteilt. Zu Anfang des bevorstehenden neuen Jahres wolle sich Jörg Steffen „in aller Ruhe“ überlegen, wie er das Thema weiter angeht. „Es gibt Angebote von verschiedenen Leuten“, erklärt er. Darunter seien auch Interessenten, die dort Wohnungen und Geschäfte bauen wollen.
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Dezember 2013: Der Schuttberg auf dem Grundstück des ehemaligen Katasteramtes ist seit Monaten verschwunden. Jetzt nutzen Autofahrer die Fläche zum Parken, aber eine Genehmigung zur Nutzung als Parkplatz wurde von der Stadt nicht erteilt. Zu Anfang des bevorstehenden neuen Jahres wolle sich Jörg Steffen „in aller Ruhe“ überlegen, wie er das Thema weiter angeht. „Es gibt Angebote von verschiedenen Leuten“, erklärt er. Darunter seien auch Interessenten, die dort Wohnungen und Geschäfte bauen wollen. (Mehr dazu)
November 2013: Die Fläche des ehemaligen Katasteramtes ist freigeräumt, doch vor Gericht geht die Geschichte weiter. Der Lüneburger Grundstückseigentümer musste sich vor dem Amtsgericht Uelzen verantworten, weil ihm die Staatsanwaltschaft vorwarf, fahrlässig Gewässer und Tierwelt gefährdet zu haben, indem gefährliche Abfälle gelagert wurden. Nach Anhörung des Immobilienkaufmanns aus Lüneburg und nach drei Zeugenaussagen verständigte sich das Gericht mit den Beteiligten auf eine Geldauflage von 2500 Euro. Das Verfahren wurde somit vorläufig eingestellt.
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November 2013: Die Fläche des ehemaligen Katasteramtes ist freigeräumt, doch vor Gericht geht die Geschichte weiter. Der Lüneburger Grundstückseigentümer musste sich vor dem Amtsgericht Uelzen verantworten, weil ihm die Staatsanwaltschaft vorwarf, fahrlässig Gewässer und Tierwelt gefährdet zu haben, indem gefährliche Abfälle gelagert wurden. Nach Anhörung des Immobilienkaufmanns aus Lüneburg und nach drei Zeugenaussagen verständigte sich das Gericht mit den Beteiligten auf eine Geldauflage von 2500 Euro. Das Verfahren wurde somit vorläufig eingestellt. (Mehr dazu)
September 2013: Der Container steht, ein Bagger rollt an. Die Räumung des Schuttberges beginnt Anfang des Monats.
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September 2013: Der Container steht, ein Bagger rollt an. Die Räumung des Schuttberges beginnt Anfang des Monats. (Mehr dazu)
April 2013: Der Landkreis Uelzen droht dem Besitzer des Grundstücks des ehemaligen Katasteramtes in der Gudesstraße mit einem zweiten Zwangsgeld. Er soll herausragende Teile auf dem Schuttberg begradigen und den Berg mit einer Plane abdecken.
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April 2013: Der Landkreis Uelzen droht dem Besitzer des Grundstücks des ehemaligen Katasteramtes in der Gudesstraße mit einem zweiten Zwangsgeld. Er soll herausragende Teile auf dem Schuttberg begradigen und den Berg mit einer Plane abdecken. (Mehr dazu)
April 2013: Stiefmütterchen werden auf den Schuttberg in Uelzen gepflanzt. Was Anfangs nur eine Idee war, ausgebrütet von einem Bürger, dem seine Heimatstadt am Herzen liegt, wurde über ein soziales Netzwerk schnelle Wirklichkeit. Rund 50 Menschen fanden sich an einem Sonntagmittag am Ort des Geschehens ein. Wochenmarkt-Beschicker beteiligten sich, stellten für diese „Bunt machen!“ genannte Maßnahme Stiefmütterchen zur Verfügung. Doch etliche griffen in die eigene Tasche und erwarben „ihren“ Blumentopf für diese Bürger-Initiative. „Die Kreativität ist bewundernswert“, lobte Uelzens Baudezernent Karsten Scheele-Krogull. Allerdings erteilte er dem Wunsch der Bürger, die gepflanzten Stiefmütterchen zu wässern, eine Absage.
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April 2013: Stiefmütterchen werden auf den Schuttberg in Uelzen gepflanzt. Was Anfangs nur eine Idee war, ausgebrütet von einem Bürger, dem seine Heimatstadt am Herzen liegt, wurde über ein soziales Netzwerk schnelle Wirklichkeit. Rund 50 Menschen fanden sich an einem Sonntagmittag am Ort des Geschehens ein. Wochenmarkt-Beschicker beteiligten sich, stellten für diese „Bunt machen!“ genannte Maßnahme Stiefmütterchen zur Verfügung. Doch etliche griffen in die eigene Tasche und erwarben „ihren“ Blumentopf für diese Bürger-Initiative. „Die Kreativität ist bewundernswert“, lobte Uelzens Baudezernent Karsten Scheele-Krogull. Allerdings erteilte er dem Wunsch der Bürger, die gepflanzten Stiefmütterchen zu wässern, eine Absage. (Mehr dazu)
März 2013: „Es ist eine Rechtslücke, die danach schreit, geschlossen zu werden“, sagt Bürgermeister Otto Lukat. "Die einzige Möglichkeit wäre, den Schutt auf Kosten der Kommunen abzutransportieren. "Solange es nicht auf Kosten der öffentlichen Hand passieren muss, wollen wir den Zustand dort beenden. “
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März 2013: „Es ist eine Rechtslücke, die danach schreit, geschlossen zu werden“, sagt Bürgermeister Otto Lukat. "Die einzige Möglichkeit wäre, den Schutt auf Kosten der Kommunen abzutransportieren. "Solange es nicht auf Kosten der öffentlichen Hand passieren muss, wollen wir den Zustand dort beenden. “ (Mehr dazu)
Februar 2013: Anderthalb Jahre nach dem Abbruch des ehemals denkmalgeschützten Hauses an der Gudesstraße scheint noch unklar, wer für den Trümmerhaufen zuständig ist. Die Stadt hat immer wieder versucht, den Eigentümer in die Pflicht zu nehmen. Nachdem im Bauschutt Asbest und Schimmelpilze entdeckt wurden, ist möglicherweise nun die Fachaufsicht zuständig und damit die Umweltbehörde des Landkreises.
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Februar 2013: Anderthalb Jahre nach dem Abbruch des ehemals denkmalgeschützten Hauses an der Gudesstraße scheint noch unklar, wer für den Trümmerhaufen zuständig ist. Die Stadt hat immer wieder versucht, den Eigentümer in die Pflicht zu nehmen. Nachdem im Bauschutt Asbest und Schimmelpilze entdeckt wurden, ist möglicherweise nun die Fachaufsicht zuständig und damit die Umweltbehörde des Landkreises. (Mehr dazu)
Januar 2013: Jetzt ist es amtlich. Im Schutt vom ehemaligen Katasteramt befinden sich unter anderem Asbest und Schimmelpilze. Durch die Schadstoffe im Schuttberg besteht die Gefahr, dass sie das Grundwasser verunreinigen und somit der Bereich außerhalb des Grundstücks und die Gewässer belastet werden könnten. Die Staatsanwaltschaft Lüneburg ermittelt, wer strafrechtlich als Verursacher für die Lagerung der umweltschädlichen Stoffe – und damit einhergehend die Gefahr für Gewässer, Tier- und Pflanzenwelt – zur Verantwortung zu ziehen ist.
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Januar 2013: Jetzt ist es amtlich. Im Schutt vom ehemaligen Katasteramt befinden sich unter anderem Asbest und Schimmelpilze. Durch die Schadstoffe im Schuttberg besteht die Gefahr, dass sie das Grundwasser verunreinigen und somit der Bereich außerhalb des Grundstücks und die Gewässer belastet werden könnten. Die Staatsanwaltschaft Lüneburg ermittelt, wer strafrechtlich als Verursacher für die Lagerung der umweltschädlichen Stoffe – und damit einhergehend die Gefahr für Gewässer, Tier- und Pflanzenwelt – zur Verantwortung zu ziehen ist. (Mehr dazu)

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